Der wirtschaftliche Risikoindex für Wohnimmobilien der Schweiz verbesserte sich zum ersten Mal seit drei Jahren in Q2 2026 und fiel auf 3,5 von 3,7 im Vorquartal, so der Real Estate Risk Index (RERI) von Moneypark.
Die leichte Verminderung bewegt den Index wieder in die mittlere Spanne seiner fünfstufigen Risikoskala. Moneypark führte die Verbesserung auf einen Aufschwung des Wirtschaftsaufbaus und persistente niedrige Kreditkosten zurück, wie in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung ausgeführt wurde.
Der Arbeitsmarkt stellt jedoch weiterhin eine Abwärtsrisiko dar. Moneypark stellte fest, dass die durchschnittliche Arbeitslosenquote im 2. Quartal von 3,0 % im Vorquartal auf 3,1 % stieg und von 2,8 % im Jahr zuvor. Dies kann die Kaufkraft der Haushalte belasten und die Nachfrage nach Eigentumsimmobilien dämpfen.
Die Hauspreise lagen weiterhin über der allgemeinen Inflation, wobei der Unterschied geringer wurde. Im 2. Quartal 2026 wurden die Hauspreise um 3,8 Prozentpunkte über der Inflationsrate gestiegen, nachdem das Gap im Vorquartal noch bei 4,2 Punkten und vor einem Jahr bei 5,0 Punkten lag. Trotz der Zurückhaltung warnte Moneypark, dass eine breit angelegte Preiskorrektur weiterhin unwahrscheinlich sei, unter Berücksichtigung der knappen Angebotslage und der fortgesetzten Bereitschaft der Käufer, zu bezahlen.
Für die kommenden Quartale erwartet Moneypark, dass der Risikozahlungsindex künftig mehr oder weniger stabil bleibt. Eine schnelle Abnahme der Risiken ist aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, des anhaltenden Aufwärtstrends bei den Immobilienpreisen und der ausgeprägten regionalen Unterschieden auf den Wohnungsmärkten in der Schweiz unwahrscheinlich.













