Stadler Rail verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von 40% im Jahresvergleich auf 2,0 Milliarden Schweizer Franken, getrieben durch kräftige Fahrzeuglieferungen und eine durchgängig hohe Produktionsauslastung, was einen 30 Millionen Franken schweren Abzug durch den aufwertenden Schweizer Franken ausglich. Der Schweizer Zughersteller meldete zudem einen EBIT von 79,5 Millionen Franken, was mehr als einer Verdoppelung gegenüber 36,9 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum entspricht; die operative Marge stieg auf 4,0% von 2,6% im H1 2025.
Der Sprung in der Profitabilität folgt auf eine Phase der Störungen in 2024 und Anfang 2025, in der severe Wetterereignisse Produktionsstätten in der Schweiz, Spanien und Österreich sowie wichtige Zulieferer betrafen. Während der Nettogewinn leicht von 30,9 Millionen Franken auf 31,2 Millionen Franken anstieg, blieb das Wachstum hinter dem EBIT-Plus zurück, da ein einmaliger Währungsgewinn von rund 20 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum ausfiel und negative Deviseneffekte auf die Bilanzbewertungen in 2026 hinzukamen. Auch Bankgarantiekosten, Zinsen und Steuern stiegen.
Der Auftragseingang kletterte im ersten Halbjahr auf 2,7 Milliarden Franken, ein Plus von 1 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was den gesamten Auftragsbestand auf Rekordhöhe von 33,3 Milliarden Franken trieb. Stadler bekräftigte seine Volljahresziele 2026, darunter einen Umsatz von mehr als 5 Milliarden Franken, eine EBIT-Marge von über 5% sowie Gesamtinvestitionen von rund 250 Millionen Franken. Das Management hielt zudem an der mittelfristigen guidance für eine EBIT-Marge von 6% bis 8% bei einem anhaltenden Umsatz von über 5 Milliarden Franken fest, vorausgesetzt die Lieferketten bleiben stabil.
Die Ergebnisse übertrafen die Analystenerwartungen bei Umsatz, EBIT und Marge, während der Nettogewinn hinter den Prognosen zurückblieb.












