Qantas Airways wird seine Flotte von 10 Airbus A380-Superjumbos vier Jahre früher abschalten, und der Ausbau beginnt Mitte 2028. Diese Entscheidung entspricht den zunehmenden Einschränkungen in der Lieferkette und den gestiegenen Wartungskosten für das Vier-Motoren-Flugzeug, das seit 2021 nicht mehr hergestellt wird.
Der australische Carrier geht davon aus, dass die beschleunigte Rücknahme circa 300 Millionen australische Dollar an netto-Kassaprozessen bringt zwischen dem Geschäftsjahr 2028 und dem Geschäftsjahr 2031. Qantas hat die Flotte von A380 während der Pandemie mehr als 500 Tage stillgelegt, was die operationellen Herausforderungen für Betreiber dieses Typs unterstreicht.
Bis zum Produktionsstopp lieferte Airbus insgesamt 251 A380. Bestätigt von den Konzernangaben sind nach dem Juli noch 196 Flugzeuge in Betrieb. Die Emirates ist nach wie vor der grösste Betreiber mit 116 A380 – also fast der Hälfte aller je gelieferten Maschinen. Zu den weiteren grossen Betreibern gehören die Singapi Airlines und die British Airways mit jeweils 12 A380. Die Lufthansa, die Qatar Airways und die Etihad Airways betreiben jeweils acht Flugzeuge.
Cam Wallace, CEO von Qantas International und Freight, betonte, dass die Wartung der A380-Flotte künftig immer kostspieliger und komplexer sei, da die Produktion des Flugzeugs begrenzt und die Probleme in der Lieferkette sich weiter verschärfen. Die A380, die auf zwei kompletten Decks bis zu 853 Passagiere transportieren kann, wurde 2007 von Singapore Airlines kommerziell eingeführt und ist ein direkter Konkurrent des Boeing 747.
Etliche Airlines haben ihre A380-Flottens bereits aus dem Betrieb genommen, darunter Air France im Jahr 2020, China Southern Airlines Ende 2022 und Malaysia Airlines im Jahr 2023. Die meisten Betreiber, mit Ausnahme von Emirates, sollen das Flugzeug bis Anfang der 2030er Jahre aus dem betrieblichen Einsatz nehmen, während Emirates plant, den Typ bis in die 2040er Jahre weiterhin in Betrieb zu halten.













