Milestone Pharmaceuticals präsentierte am Sonntag Ergebnisse einer prospektiven Studie, die die Auswirkungen paroxysmaler supraventrikularer Tachycardien (PSVT) auf Patienten zwischen den symptomatischen Episoden untersucht hat. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie 2026 in Amsterdam vorgestellt.
Die Studie untersuchte 247 Erwachsene mit selbst angegebenen Diagnosen für PSVT und ohne vorherige Katheterablation, die zwischen Februar und Dezember 2019 eingeschrieben wurden. Die Teilnehmer stammten aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich und waren im Mittel 52 Jahre alt. 72 % identifizierten sich als weiblich. In der Studie wurden Lebensstileinstellungen, Aktivitätsunterbrechungen und Nebenwirkungen von Medikamenten untersucht, die zwischen PSVT-Episoden erlebt wurden.
Gegenüber der Hälfte der Patienten berichteten, dass sie ihre Routine geändert hatten, um Stress zu vermeiden, während knapp 40 % die körperliche Aktivität oder das Training reduzierten. Tagsüber wurden die Aktivitäten in 73 % der Fälle unterbrochen. Von den täglichen Tätigkeiten wurden Autofahren (53 %) und Reisen (43 %) am häufigsten als störend oder extrem störend zwischen den Episoden genannt.
Die Angsterwaltung lag im Durchschnitt bei 3,1 auf einer 7-stufigen Skala, und 26% der Teilnehmer meldeten extreme Angstzustände zu irgendeinem Zeitpunkt während der Studienzeit. Auch die Nebenwirkungen der Medikation stellten Herausforderungen dar, denn 65% der Patienten empfanden Müdigkeit und Schwäche als belastend oder sehr belastend. Zudem wurden auch Unzufriedenheit mit dem Schlaf (30%) und der Arbeitsfähigkeit (22%) gemeldet.
Das PSVT zeichnet sich durch plötzliche Episoden schnellem Herzschlag aus, die häufig über 150 bis 200 Schläge pro Minute liegen. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 2 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen.













