KNDS NV, der französisch-deutsche Rüstungshersteller und einer der grössten privaten Militärunternehmer in Europa, plant, seine Initial Public Offering (IPO) im zweiten Halbjahr von September an, unter Vorbehalt der Marktbedingungen und der Rückmeldungen der Investoren.
Das Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit Rheinmetall gepanzerte Fahrzeuge produziert, darunter den Boxer, hatte zunächst Pläne bekannt gegeben, Ende Juni an die Börse zu gehen, jedoch die Emission wegen des starksten Rückgangs der Aktien im Verteidigungssektor und der allgemeinen Marktvolatilität zum Beginn des Sommers verschoben.
Seither haben sich die börsnotierten europäischen Verteidigungsunternehmen von diesen Verlusten erholt, was dazu führte, dass die KNDS ihre IPO-Zeitplan erst einmal überprüft. Ein provisorisches Zeitplan ist weiterhin in Kraft, mit Investoren-Update-Meetings nächste Woche geplant und einem möglichen Börsengangfenster, das bis Anfang 2027 andauert, falls die Bedingungen weiterhin günstig bleiben.
Ein wichtiger Faktor bei der Bewertung des IPOs ist die noch ausstehende Entscheidung der deutschen Regierung über einen Vertrag für weitere Boxer-Panzerfahrzeuge. Das Ergebnis dieses Beschaffungsprozesses könnte das Investorengesinden und die Marktposition des Unternehmens beeinflussen. KNDS erklärte in einer per E-Mail an Bloomberg verschickten Reaktion, dass das Unternehmen "bereit sei, den IPO-Prozess wieder aufzunehmen, sobald die Marktbedingungen günstig sind".













