Die indischen Antitrustbehörden haben eine Untersuchung zur möglichen Preisvereinbarung in der Parfümbranche des Landes neu eröffnet und richten sich dabei gegen das in der Schweiz ansässige Unternehmen Givaudan, DSM-Firmenich sowie den amerikanischen Konkurrenten International Flavors & Fragrances (IFF).
Die Wettbewerbsbehörde von Indien (CCI) bestätigte, dass sie bereits seit 2024 ein angebliches Abkommen untersucht, wie aus einem von Reuters überprüften Dokument hervorgeht. Die Regulierungsbehörde hatte im Februar einen Untersuchungsbericht an die Unternehmen übermittelt, den sie jedoch im Juli zurückzog, nachdem Givaudan und IFF infrage stellten, dass vertrauliche Geschäftsinformationen nicht ordnungsgemäss gesperrt gewesen waren. Die CCI muss nun den Bericht überarbeiten, was die etwa zwei Jahre andauernde Untersuchung höchstwahrscheinlich noch weiter verlängern wird.
Der Duftsektor steht weltweit unter dem scrutiny von Wettbewerbsbehörden. In Europa leiteten die Wettbewerbsbehörden von Schweiz und Grossbritannien 2023 jeweils eine eigene Untersuchung über mögliche Verstösse innerhalb der Branche ein. Die indischen Regulierungsbehörden untersuchen separat Vorwürfe, dass Duftunternehmen kollusiv handelten, um einander Mitarbeiter zu entledigen.
Givaudan und DSM-Firmenich wollten sich nicht zu der jüngsten Untersuchung der CCI äussern, als Reuters sie kontaktierte.












