Goldman Sachs hat die Deutsche Bank am Dienstag von Neutral auf Buy heraufgestuft und nennt die beschleunigte Umsatzentwicklung und die verbesserte operativen Leverage als zentrale Faktoren für die Wende der Bank. Die US-Investmentbank hat auch ihr 12-monatiges Kursziel von 37 auf 43,75 Euro angehoben, was auf das Vertrauen in die Fähigkeit der Deutschen Bank, Wertunterschiede zu europäischen Peer-Banken zu schliessen, zurückzuführen ist.
Die Rendite auf reinen Eigenkapital der Deutschen Bank soll sich in den nächsten drei Jahren um etwa 300 Basispunkte erhöhen, sagte Goldman. Die prognostizierte Kennzahl soll bis 2028 den Wert von 13 % übertreffen. Die ROE der Bank soll 2025 bei 10,9 %, 2026 bei 10,6 %, 2027 bei 11,9 % und 2028 bei 13,1 % liegen. Goldman bemerkte, dass die Erreichung des unteren Endes dieses Ziels in etwa eine Gesamtzunahme der Konsensprognosen für den Gewinn um 7 % für das Unternehmen impliziert.
Die Kapitalmetri verbessern sich ebenfalls. Die Prognose für den Common Equity Tier 1-Anteil der Deutsche Bank soll Ende 2026 über 14 % liegen. Ab 2027 wird die Bank mit mehr als 175 Basispunkten Kapital jährlich erzielen, was den potenziellen Anstieg von Aktienrückkäufen unterstützen kann, sobald der CET1-Anteil sich über dem Schwellenwert stabilisiert hat.
Die Nettoergebnisprognosen von Goldman Sachs zeigen einen stabilen Wachstumstrend mit prognostizierten Beträgen von 6,43 Milliarden € im Jahr 2025, 6,37 Milliarden € im Jahr 2026, 7,46 Milliarden € im Jahr 2027 und 8,58 Milliarden € im Jahr 2028. Ebenfalls erwartet wird ein Anstieg der Gewinn je Aktionär von 3,22 € im Jahr 2025 auf 4,80 € im Jahr 2028.
Die Deutsche Bank hat den breiteren europäischen Bankenindex bis zum aktuellen Stand um 16 Prozentpunkte unterperformed, vor allem aufgrund von Besorgnissen über die Expositionsrisiken bei Privatkrediten sowie wegen eines langsameren als erwartetem Aufschwungs in der makroökonomischen Lage in Deutschland. Die Aktie der Bank wird derzeit zu etwa 15 % mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis (P/E) gegenüber ihren Konkurrenten bewertet, was Goldman als "besonders tolerant" beschreibt.
Zu den Haupttreibern, die Goldman identifiziert hat, gehören die konsistente Quartals-Einnahmenproduktion, höhere Aktienrückkäufe, sobald die Kapitalquoten sich verbessern, und den unterstützenden makroökonomischen Trends in Deutschland, wie z. B. Infrastrukturinvestitionen und Wachstum in der Verteidigung und IT-Dienstleistungen. Risiken für die Aussichten sind ein langsamerer Wachstum im Privat-, Konzern- und Investmentbanking, höhere Betriebskosten oder Kreditkosten sowie eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland.













