Die Renditen von globalen Staatsanleihen haben sich am Dienstag stabilisiert, nachdem ein угeldurchdrungenes Sanktionspaket gegen Teheran die Märkte nicht beeindruckte, während Berichten zufolge das US-Finanzministerium seine Nettowerte für die Finanzierung eines erweiterten Anleihenkaufprogramms in Anspruch nehmen könnte. Dadurch wurde der Preisdruck weiter abgeschwächt.
Die Zintraten der US-Treasuries sanken, wobei die 2-Jahres-Note auf 4,215% und die 10-Jahres-Note auf 4,660% fielen und damit von ihren mehrmonatigen Höchstständen nahe 4,75% zurückgingen. Die 30-Jahres-Zintrate sank auf 5,197% und überstieg den Schwellenwert von 5,20%, nachdem sie zuvor über 5,33% gehandelt hatte. In Europa sanken die 10-Jahres-Bund-Zintrate in Deutschland auf 3,217% und die 10-Jahres-OAT-Zintrate in Frankreich auf 4,117%. Die 10-Jahres-BTP-Zintrate in Italien stabilized sich bei 4,080% und reflektierte reduzierte Risikozusatzzahlungen aufgrund der schwachen Bekanntmachung von Sanktionen.
Die Stabilisierung der Renditen erfolgte nach Meldungen, dass das US-Finanzministerium sein Kassenkonto mit einem Kontostand von 940 Milliarden US-Dollar nutzen könnte, um ein erweitertes Anleiherückkaufprogramm zu finanzieren und die Notwendigkeit weiterer kurzfristiger Billienaussagen zu verringern. Diese Perspektive entsprach den Bedenken der Hauptdealer im Hinblick auf die raschige Aufnahme des überschüssigen Angebots.
Die geopolitischen Risiken verringerten sich, nachdem die von der US-Regierung erwarteten Sanktionen am „wirtschaftlichen D-Day“ gegen Teheran nicht zu unmittelbaren Beschränkungen der Energieflüsse im Nahen Osten geführt haben. Die Handelsvertreter hatten befürchtet, dass neue Sanktionen die regionalen Öllieferungen unterbrechen könnten und die inflationsbedingten Drucke in den europäischen Lieferketten erneut verstärken würden. Die Brent-Rohöl-Futures wurden bei etwa 91,50 US-Dollar pro Barrel gehandelt, wobei die Geschäfte während der Nacht geschlossen wurden, nachdem die Erschütterungen auf dem Energiemarkt abgeklungen waren.
Die Investoren konzentrieren sich jetzt wieder auf zwei entscheidende Katalysatoren: den Quartalsergebnisbericht von Nvidia Corp. für das zweite Quartal, der am Dienstag veröffentlicht werden soll, und die Key Note-Adresse von Bundesnotenbankpräsident Kevin Warsh auf dem Jackson Hole Symposium am Freitag. Der Erläuterungsbericht dürfte Einblicke in die Investitionsentwicklung bei Anbietern von KI-Infrastruktur geben, während Warshs Worte den Standpunkt der Zentralbank zur langfristigen Kreditkostenentwicklung in einer Zeit fortschreitender Inflationssorgen andeuten könnten.












