Die Gerresheimer AG meldete Ergebnisse für das erste Quartal 2026, die die Analystenprognosen verfehlten. Das bereinigte EPS sank und der Umsatz blieb trotz des Erhöhens des Cashflows hinter den Erwartungen zurück. Das in Düsseldorf ansässige Spezialverpackungs- und Arzneimittelauslieferungsunternehmen wies ein bereinigtes EPS von -0,1203 US-Dollar auf, was 0,5303 US-Dollar pro Aktie unter den Konsens-Schätzungen von 0,41 US-Dollar fiel. Der Umsatz belief sich auf 524 Millionen Euro, ein Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber 520 Millionen Euro im Vorjahr und darunter dem prognostizierten Umsatz von 514 Millionen Euro.
Das EBITDA nach Anpassung sank auf 66 Millionen Euro von 81 Millionen Euro im Vergleichszeitraum, was auf die schwächere Performance in den Segmenten Geformtes Glas und Primäre Injectable Lösungen zurückzuführen ist. Bei Containment & Delivery Systems war das Segment der herausragenden Leistungsträger, mit einem nach Anpassung der EBITDA bei 61 Millionen Euro gegenüber 51 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die organische Umsatzsteigerung im Segment достиг 8,8% und wurde durch die höhere Nachfrage nach Lösungen zur Arzneimittelbereitstellung angetrieben.
Die Cash-Flow-Kenngrössen zeigten eine Verbesserung: Der operative Cashflow lag bei 25 Millionen Euro und der freie Cashflow vor M&A wurde positiv und belief sich auf 32 Millionen Euro – eine Verbesserung von 110 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Investitionen wurden von 130 Millionen Euro auf 57 Millionen Euro gesenkt, wobei zwei Drittel für Wachstumsprojekte eingesetzt wurden. Die Lagerbestände sanken um 41 Millionen Euro, während Forderungen und Verbindlichkeiten um 46 Millionen Euro und 54 Millionen Euro sinkten. Die Nettofinanzschuld blieb bei nahezu 2,0 Milliarden Euro, die Bruttoschuld bei 2,2 Milliarden Euro und die Liquidität bei 342 Millionen Euro.
Das Unternehmen bekräftigte seine Portfoliooptimierungsstrategie. Der Verkauf von Centor und Primary Packaging Plastics (PPP) wird voraussichtlich im November 2026 bzw. im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen. Die Loslösung von PPP umfasst 15 Produktionsstätten in neun Ländern und ist auf ca. 1,5 Milliarde Euro geschätzt. Die Geschäftsleitung bestätigte ausserdem die Pläne, die Anlage in Chicago Heights im vierten Quartal 2026 im Rahmen ihres operativen Transformationsprogramms zu schliessen.
Der CFO Wolf Lehmann betonte die Priorität der Verschuldensreduktion und Portfoliogeschäfte und erklärte, dass das Unternehmen die Nettoverschuldung gegenüber dem EBITDA künftig kontinuierlich unter 3 liegen will. Das GTO-Transformationsprogramm zielt auf eine jährliche EBITDA-Verbesserung von 50 Millionen EUR bis 70 Millionen EUR, wobei die Einsparungen zwischen 2026 und 2027 umgesetzt und der volle Nutzen erst ab 2028 realisiert werden soll. Die endgültigen Geschäftsresultate für das 1. Quartal sollen im September 2026 veröffentlicht werden.













