Die deutschen Aktien gingen am Mittwochmittag deutlich höher: Der DAX steigerte sich um 0,48 % auf 26.391 Punkte und rückte damit nahe an sein Rekordniveau von 26.574 Punkten. Der MDax der mittelgrossen Unternehmen legte um 0,99 % auf 32.586 Punkte zu, während der Euro Stoxx 50 um 0,5 % stieg.
Die sinkenden Ölpreise boten Unterstützung, entspannten die Inflationssorgen und lösten Aktien aus, die auf Energiekosten sensibel reagieren. Die Brent-Rohöl-Futures fielen um mehr als 3% auf rund 72 US-Dollar pro Barrel, was eine jüngere Abwärtsbewegung bestätigt. Der Personalverbrauchspreisindex für Juli, der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve, stieg etwas stärker als erwartet, obwohl die Daten auf die europäischen Märkte nur minimale unmittelbare Auswirkungen hatten.
SAP, ein Schwergewicht im DAX, belastete den Index, nachdem UBS seine Kaufempfehlung zurückgezogen hatte und die Aktien des Softwarekonzerns um 3,7 % einbrachen. Der Analyst Michael Briest von UBS wies darauf hin, dass die Aktie angemessen bewertet erscheint, aber das Investorengesetz weiterhin instabil ist. Im Gegensatz dazu sprangen die Aktien der Deutschen Bank um 5,3 % auf das höchste Niveau seit 2014, unterstützt durch starke Ergebnisse im zweiten Quartal und eine günstige Bankenumgebung, wie die LBBW beobachtet.
Die Aktien von Qiagen stiegen um 2,2% nach Berichten, dass die Private-Equity-Firmen EQT und KKR in Gesprächen darüber waren, das Diagnostikunternehmen zu einem Kurs von 50 USD pro Aktie zu erwerben. E.ON stieg um 1,5%, nachdem Berenberg seine Bewertung von „Hold“ auf „Buy“ erhöht hatte, wobei darauf verwiesen wurde, dass es attraktive Einstiegsmöglichkeiten für das wachsende und ertragreiche Potenzial des Versorgungsunternehmens im deutschen Stromnetz gibt.
Im MDax profitierten die Fluggesellschaften Lufthansa und Fraport von den niedrigeren Ölpreisen, während industrielle Werte wie Salzgitter und Aurubis in Verbindung mit steigenden Basismetallen stiegen. Salzgitter führte die Kursgewinne mit einer Steigerung von über 7 % an, was seine jüngste Rally fortsetzte.
Der Investorenfokus richtet sich nun auf die Quartalsergebnisse von Nvidia, die nach Schliessen der US-Märkte erwartet werden, und das verstärkten Prüfgrundrecht der Nachfrage nach KI-Chips und dem Tempo der Infrastrukturinvestitionen. Jürgen Molnar, Capital Market Strategist bei RoboMarkets, bemerkte, dass der Bericht von Nvidia als wichtiger Gesundheitscheck für den allgemeinen KI-Boom dienen würde.













