Die deutschen Software-Aktien avancierten am Donnerstag und folgten einer Rallye an der Wall Street, nachdem Salesforce und CrowdStrike bessere als erwartet Quartalsergebnisse verkündeten und ihre Erwartungen nach oben revidierten, was die Befürchtungen über den Einfluss von KI auf traditionelle Unternehmenssoftwaremodelle entschärfte.
Die Aktien von SAP stiegen in Frankfurt um 1,4 % auf 180,02 Euro, während Nemetschek um 3,5 %, TeamViewer um 3 % und IONOS um 3 % zulegten. ATOSS Software kletterte um 2,3 %. Die Gewinne folgten den starken Kursstiegen der US-amerikanischen Konkurrenten: Salesforce stieg um 11,4 % und CrowdStrike um mehr als 9 %.
Salesforce verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinn von 3,53 Milliarden US-Dollar oder 4,29 US-Dollar pro Aktie, gegenüber 1,89 Milliarden US-Dollar oder 1,96 US-Dollar pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf 5,90 US-Dollar und übertraf damit die Analystenprognosen von 3,27 US-Dollar. Der Umsatz stieg um 11 % auf 11,35 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über dem Estimate von 11,33 Milliarden US-Dollar. Dies wurde hauptsächlich durch einen Beitrag von 456 Millionen US-Dollar aus dem im November abgeschlossenen Kauf von Informatica getragen.
Das Unternehmen hat auch seine Prognose für den Umsatz im Ganzjahreszeitraum von 46,1 Milliarden US-Dollar bis 46,4 Milliarden US-Dollar erhöht – zuvor lag das Spektrum zwischen 45,9 Milliarden US-Dollar und 46,2 Milliarden US-Dollar. Die justierte EPS-Prognose wurde auf 16,67 US-Dollar bis 16,71 US-Dollar erhöht – vorher lag sie zwischen 14,06 US-Dollar und 14,12 US-Dollar. Salesforce kündigte auch eine erweiterte Partnerschaft mit dem KI-Entwickler Anthropic an und stellte ein neues Angebot namens Claudeforce vor, das Anthropics Claude-Modelle mit der Salesforce-Plattform und Slack integriert. Das erste Plugin, Salesforce in Claude, umfasst über drei Dutzend vordefinierte Vertriebswerkzeuge und wird im nächsten Monat als offene Beta-Version an ausgewählte Pilotkunden bereitgestellt.
CrowdStrike meldete im zweiten Quartal Einnahmen in Höhe von 1,47 Milliarden US-Dollar, was über der prognostizierten Summe von 1,44 Milliarden US-Dollar liegt und auf der nachhaltigen Nachfrage nach seiner cloudbasierten Cybersicherheitsplattform beruht. Berechnete Ergebnisse beliefen sich auf 31 Cent je Aktie und übertrafen damit die Schätzungen von 29 Cent. Die jährliche recurring-Überschuss zugenommen um 25% gegenüber dem Vorjahr auf 5,84 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen erhöhte seine Guidance für die gesamten Jahreseinnahmen von 5,991 Milliarden auf 6,01 Milliarden US-Dollar – gegenüber den vorherigen Schätzungen von 5,91 Milliarden bis 5,96 Milliarden US-Dollar.












