Der Iran wies am Sonntag erneut darauf hin, dass die Hormuschleuse weiterhin geschlossen gehalten werde. Der Islamische Revolutionsgarden betonte, die wichtige Schifffahrtsroute unter seiner Kontrolle zu haben, und beschuldigte die US-Behörden von verleumderischen Aussagen, die den Energiepreisen zu manipulieren seien.
Die Erklärung erfolgt, nachdem der Konflikt zwischen Teheran und Washington in seinen siebten Monat eingetreten ist und es bis jetzt keine unmittelbaren Anzeichen für eine Entspannung gibt. Der Islamische Revolutionsgarde Corps beschuldigte Washington, durch die Verbreitung von Falschinformationen über die Seeverkehrsbedingungen im Engpass die Ölpreise manipulieren zu wollen. Die USA haben diese Vorwürfe öffentlich nicht dementiert.
Irak hat sich als potenzieller Vermittler im Streit positioniert, so Qasim al-Araji, der nationale Sicherheitsberater des irakischen Ministerpräsidenten. Al-Araji sagte, Baghdad arbeite daran, einen Dialog zwischen Teheran und Washington zu erleichtern, obwohl noch keine konkreten Verhandlungen bestätigt wurden.
Die regionalen Energiemärkte bleiben weiterhin angespannt, da die Schliessung der Hormus-Schluss-Meer-Strasse eine der wichtigsten Öltransitrouten der Welt behindert. Syrien, das mit Kraftstoffmangel und einer beengten Raffinaderkapazität kämpft, versucht, seine Ölindustrie wieder aufleben zu lassen, um von den erhöhten Energiepreisen im Kriegszustand zu profitieren. Allerdings behindern Transportprobleme und industrielle Unterbrechungen die wirtschaftliche Aktivität weiterhin.
Die Spannungen halten an und reichen bis in mehrere Bereiche: Gaza, den Libanon und den besetzten Westjordanraum bleiben instabil. Die Lage hat internationales Echo gefunden, insbesondere wegen des Potenzials für eine weitere regionale Destabilisierung.
Die Dauer des Konflikts hat bereits sechs Monate überschritten, und es entsteht keine klaren Lösungen. Analysten warnen, dass eine längere Unterbrechung des Öleflusses durch den Hormus.












