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Die risikobasierte Aufsicht der FINMA: Individueller Ansatz für kleine Banken

Die FINMA legt bei ihrer Aufsicht über kleinere Banken grossen Wert auf Proportionalität und stellt die Aufsichtsintensität nicht nur nach der Grösse, sondern auch nach dem Systemrisiko in Abhängigkeit. Die Schweizer Regulierungsbehörde legt dabei besonderen Schwerpunkt auf eine gezielte Entlastung für stabile, gut kapitalisierte Institute und unterhält gleichzeitig eine strenge Durchsetzung bei besonders risikoreichen Kategorien.

HV
Helena Vásquez · Business Desk · 17 Sept 2026 · 07:27 · 2 Min. Lesezeit
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Die risikobasierte Aufsicht der FINMA: Individueller Ansatz für kleine Banken

Die Aufsicht der FINMA über kleinere Banken basiert auf dem Prinzip der Proportionalität, bei dem die Aufsichtsintensität nicht vom Umfang einer Institution, sondern von ihrem Risikoprofil bestimmt wird. Die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde argumentiert, dass eine strenge Überwachung für risikolosen Institutionen nicht erforderlich ist, während hochrisikogeschüttelte Institute – unabhängig von ihrer Grösse – vor vergleichbarem Prüfern stehen. Dieser Ansatz steht im Kontrast zu Kritik, die besagt, dass die FINMA unangemessene Belastungen für kleine Institutionen auferlegt, und verweist auf Daten, die weniger Inspektionen für kleinere Institute zeigen, obwohl risikobasierte Bewertungen die Vorrangstellung der durchsetzungsmässigen Massnahmen bestimmen.

Laut FINMAs Zahlen unterziehen grosse Banken wie UBS jährlich über 40 vor-Ort-Kontrollen, während kleine Banken erst alle acht bis zehn Jahre einen Vor-Ort-Besuch bekommen. Die Risikoklassifizierung beeinflusst auch den Überwachungsbetrachtungsschwerpunkt: Institute, die als mittel- oder hochriskant eingestuft werden, unterliegen zwölfmal mehr Kontrollen als solche mit geringem Risiko. Dieses Muster erstreckt sich auch auf regulatorische Anforderungen, z. B. Garantiebeantragungen, bei denen FINMA strengere Kontrollen für grosse Banken durchführt (~30%) im Vergleich zu kleinen Banken (~10%).

Das FINMA-Regime für kleinere Banken, das 2020 eingeführt wurde und freiwillig ist, bietet eine Entlastung für stabile, liquide Institute der Kategorien 4 und 5. Die Teilnehmer – derzeit 56 Institute – müssen unter anderem nicht mehr die risikogewichteten Aktiva ausrechnen und den Nettofinanzierungsgrad stabil berechnen. Die Bedingungen des Regelungsprinzips gewährleisten jedoch, dass Entlastungen nur an Institute gewährt werden, die als ausreichend stabil gelten – was den Grundsatz stärkt, dass regulatorische Entlastungen auf die Stabilitätsziele abgestimmt sein müssen.

Jenseits des Regelwerks für kleine Banken befolgt die FINMA die Proportionalität auch in anderen Bereichen. So bestehen für Banken im Rahmen des Regelwerks für kleine Banken Ausnahmen von Rundschreiben über naturgesteuerte finanzielle Risiken, solange sie die Kriterien für Liquidität und Eigenkapitalanforderungen erfüllen. Auch für Nicht-Beteiligte werden die Aufsichtsmassnahmen dem Umfang, der Komplexität und dem Risikoprofil angepasst. Die FINMA stellt jedoch klar, dass die Proportionalität Grenzen hat. Die Anforderungen bezüglich der Einhaltung der Geldwäscherichtlinien, der Marktordnung sowie der Sanktionsvorschriften bleiben einheitlich, denn der Umfang spielt nicht zwingend eine Rolle bei der Begrenzung der systemischen Risiken in diesen Bereichen.

Cyberrisiken und Outsourcing illustrieren den ausgewogenen Ansatz der FINMA weiter. Während kleinere Banken externe Technologien effizienter nutzen können, tragen sie dennoch die volle Verantwortung für das Management der damit verbundenen Risiken. Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz und der Cloud-Dienste bringen neue Abhängigkeiten und Konzentrationsrisiken mit sich, was die FINMA dazu veranlasst, darauf zu drängen, dass die Institute – unabhängig von ihrer Grösse – ein effektives Risikomanagement beweisen müssen. Geopolitische Konflikte, einschliesslich Sanktionen und Cyberbedrohungen, bergen ebenfalls grenzüberschreitende Risiken, wie beispielsweise die regionale Bankenkrise im Jahr 2023 in den USA, bei der systemische Instabilität Schweizer Institute durch Marktaustausch oder Kundenbeziehungen betroffen haben könnte.

Das Symposium der FINMA zu Kleinen Banken unterstreicht deren Engagement für den Dialog mit den Beteiligten, um regulatorische Herausforderungen zu bewältigen. Die regulatorische Behörde möchte eine geeignete Balance zwischen Flexibilität und strenger Kontrolle schaffen, wobei sie sicherstellt, dass die Aufsicht sowohl zielgerichtet als auch anpassungsfähig ist. Durch die Konzentration der Aufsichtsressourcen auf risikoreiche Bereiche und die Bereitstellung massgeschneiderter Lösungen für stabilen Institute möchte die FINMA die Finanzstabilität schützen und gleichzeitig unnötige Belastungen für kleinere Akteure minimieren.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Finances-Review-Redakteurin bearbeitet.
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Geschrieben von
Helena Vásquez
Business Desk

Helena covers corporate news for listed and private companies across Europe, from strategy shifts to leadership changes, with an eye for what a story signals about the broader market.

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