Faeth Therapeutics teilte am Montag mit, dass die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) seinem experimentellen Krebsmedikament für die Behandlung von Endometriumkarzinom den Status «Fast Track» verliehen hat. Diese Massnahme könnte den regulatorischen Prüfprozess beschleunigen.
Das Fast-Track-Programm der FDA soll die Entwicklung und Prüfung von Arzneimitteln fördern, die zur Behandlung schwerwiegender oder lebensbedrohlicher Erkrankungen bestimmt sind, bei denen ein ungedeckter medizinischer Bedarf besteht. Die Auszeichnung garantiert zwar keine Zulassung, ermöglicht aber häufigere Interaktionen mit der Behörde und kann die Eignung für beschleunigte Zulassungsverfahren eröffnen.
Faeths führender Kandidat, der sich derzeit in frühen klinischen Studien befindet, zielt auf das Endometriumkarzinom ab – die häufigste gynäkologische Krebserkrankung in den USA. Laut der American Cancer Society werden für 2024 schätzungsweise 67.880 neue Fälle von Gebärmutterkrebs diagnostiziert, wobei etwa 13.250 Todesfälle zu erwarten sind. Das Unternehmen hat bisher keine detaillierten Studiendaten oder Zeitpläne für mögliche regulatorische Einreichungen veröffentlicht.
Der Fast-Track-Status folgt auf eine Reihe regulatorischer Meilensteine für Faeth, das sich als Biopharma-Unternehmen mit Fokus auf Präzisionsonkologie positioniert. Das Portfolio des Unternehmens umfasst weitere Kandidaten, die auf solide Tumore abzielen, wobei bisher keine weiteren Programme einen FDA-Status erhalten haben.
Aktien von Faeth Therapeutics, die unter dem Tickersymbol FAETH an der Nasdaq gehandelt werden, waren bei Börsenschluss nicht für Stellungnahmen erreichbar. Die Auszeichnung gilt weithin als positives Signal für Biotech-Firmen, die Therapien für hochrelevante onkologische Indikationen entwickeln – und könnte die Anlegerstimmung im Sektor stärken.



