Die FACC AG, ein österreichischer Hersteller von Luft-und Raumfahrzeugkomponenten, meldete für das erste Halbjahr 2026 eine Umsatzsteigerung von 8,6 % auf 526,3 Millionen Euro gegenüber 484,7 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Die Flugzeug-Produktionsraten wurden bei den bedeutenden OEMs gesteigert.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg um 37,9 % auf 25,3 Millionen €, wodurch die EBIT-Marge um 100 Basispunkte auf 4,8 % stieg. Der freie Cashflow steigerte sich um 54 % auf 48,9 Millionen €, während der Nettoverbindlichkeitswert um 16 % auf 182,7 Millionen € sank. Die Verschuldungsquote verbesserte sich von 2,67x zu Jahresende 2025 auf 2,05x, was eine stärkere Cash-Generierung und geringere Investitionen widerspiegelte.
Der Umsatz mit Kabine-Innenausstattungen stieg gegenüber dem Vorjahr um 17 % auf 252,6 Mio. € und wurde vor allem durch eine 35,8 %-ige Zunahme der Lieferungen von mittleren Geschäftsjets in den letzten vier Jahren angetrieben. Der Umsatz mit Aerostrukturen stieg um 6 % auf 184,4 Mio. €, während der Umsatz mit Triebwerken und Zählwerken um 6 % auf 89,4 Mio. € sinkte. Geschäftsjets machten 18 % des Gesamtumsatzes aus, wobei die EBIT-Margen je nach Segment zwischen 3,5 % in der Innenausstattung und 9,7 % bei den Triebwerken schwankten.
Das Management verfeinerte seine Prognose zum Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2026 auf 10–15% gegenüber zuvor 5–15% und festlegte ein EBIT-Margenziel von 5,25–6,25%. Das Unternehmen strebt in 2027 eine EBIT-Marge von über 8% an, unterstützt von einem Investitionsprogramm in Höhe von 350 Millionen Euro bis 2030, das vollständig aus operativem Cashflow finanziert wird.
Ein neues Werk für Flugzeugstrukturen mit einer Kapazität von 120 Millionen Euro in Oberösterreich soll 2028 in Betrieb genommen werden, während die Erweiterung der Komponentenproduktion in Kroatien und neue Programme für die Inline-Kabine von Geschäftsjets für Embraer-Modelle bereits in Arbeit sind. Der recurrente Umsatz aus Drohnen wird für 2026 auf 35 bis 45 Millionen Euro prognostiziert.
Die globale Nachfrage nach Flugzeugen bleibt stabil, Airbus und Boeing lieferten im ersten Halbjahr 868 Flugzeuge, was 61 Einheiten mehr als im Vorjahr entspricht. Airbus steigerte die Auslieferungen um 14,7 Prozent auf 45 Flugzeuge, während die Produktion von Boeing um 12,1 Prozent auf 34 Einheiten stieg. Die Auslieferungen von Geschäftsjets beliefen sich auf insgesamt 516 Einheiten.
CEO Robert Machtlinger bemerkte, dass die Performance von FACC sich im Umfeld einer dynamischen Luftfahrtindustrie an die Pläne angepasst hat und fügte hinzu, dass die Partnerschaften mit großen Herstellern die Firma dazu befähigen, vom Wachstum der Branche zu profitieren. Die Aktien von FACC fielen um 2,86 % auf 16,28 $, nahe dem Mittelfeld ihres 52-Wochen-Intervalls von 7,00 $ bis 19,70 $.











