UBS hat Cellnex Telecom am Mittwoch von "Buy" auf "Neutral" senkt und führt als Hauptrisiken anhaltende Unsicherheit bezüglich Fusionen von Mobilfunkanbietern und Streitigkeiten über Managementdienstleistungsverträge an.
Die Bank senkte ihr Kursziel von 43,5 auf 29,5 Euro, eine Kürzung um 32%, die vor allem auf einer Neubewertung der Wachstumsannahmen beruht. Rund 85 % der Kurszielkürzung resultierte aus einer Halbierung der Terminalwuchstäbe von Cellnex von 2 auf 1 %. Die restlichen 15 % entstammen niedrigeren organischen Schätzungen und einer höheren gemischten gewichteten Kapitalkosten, die UBS von etwa 6,1 % auf ungefähr 6,3 % erhöhte.
Die Analysten betonten mehrere ungeklärte Fragen, die die Prognosen beeinträchtigen. Die Unsicherheit bezüglich Fusionen und Übernahmeaktionen von Betreibern und Mietern, anhaltende Rechtsstreitigkeiten im Mezzaninbereich, eine mögliche gegenseitige Verdrängung der Satellitenabdeckung sowie eine erneuerte Sensibilität für Zinssätze wurden als anhaltende Risiken genannt. UBS stellte fest, dass Klarheit über Investitionsmöglichkeiten für Fusionen und Übernahmen von Betreibern sowie Antworten der französischen Behörden erst frühestens Anfang 2028 zu erwarten sind, während bei den Verhandlungen über Inwits Mezzanine-Streuungsvereinbarung in Italien voraussichtlich keine Fortschritte erzielt werden können, noch in diesem Jahr.
Die finanziellen Prognosen wurden entsprechend angepasst. Die Erwartungen für das Ergebnis je Aktie für 2026 wurden von einem Gewinn von 0,12 € auf einen Verlust von 0,18 € revidiert, während das EPS für 2027 auf 0,04 € von der früheren Prognose von 0,34 € gesenkt wurde. Für 2028 stellt UBS nun einen Erwartungswert von 0,18 € anstatt der früheren Prognose von 0,50 € fest. Die Wachstumsprognosen für Umsätze und EBITDAaL für die Jahre 2025 bis 2030 wurden auf rund 4 % respektive 6 % festgesetzt, wobei der freie Cashflow nach dem Kauf von Grundstücken auf etwa 54 % prognostiziert wird.
Auch die Wertungsmetriken von Cellnex wurden neugestaltet. Das Unternehmen wird mit einem recurring levered free cash flow Ertrag von rund 11% gehandelt oder mit einem netten Ertrag aus free cash flow aus Eigenkapital von etwa 5% für 2027. Die operativen Annahmen wurden revidiert, um höhere Investitionen in die Expansion aufgrund eines aktiven Zyklus zur Auswechselung von Ausrüstung in Polen bis 2029, verzögerten Einnahmen aus Investitionen für den Bau nach Maß und verschobenem Umsatzanspruch im Vereinigten Königreich und in Frankreich im Rahmen der Konsolidierung der Branche zu berücksichtigen. Die Finanzierungskosten wurden ebenfalls mit einem Anstieg gerechnet.









