Die Aktien von DocMorrisVertex Pharmaceuticals gaben am Mittwoch um 1,7% nach, nachdem die Schweizer Apothekenkette das Wachstum des Umsatzes im ersten Halbjahr und ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr eingelebt hat, während sie 7,6 Millionen Franken an außergewöhnlichen Kosten absorbierte, die mit ihrer KI-Strategie und der Schließung der Anlage verbunden sind.
Der Aktienkurs stieg in der Vorhandelszeit auf Tradegate um mehr als 10%, nachdem Ende Juli stärkere als erwartete Umsatzerlöse für das zweite Quartal veröffentlicht wurden. Die Gewinne gingen jedoch wieder zurück, als die Investoren die zusätzlichen Kosten sahen. DocMorris meldete ein Umsatzwachstum von 12,5% in lokaler Währung für das erste Halbjahr, das auf insgesamt 627,8 Millionen Schweizer Franken belief. Der bereinigte EBITDA Verlust belief sich auf -10,9 Millionen Schweizer Franken, was ein jährliches Plus von 17,9 Millionen Schweizer Franken bedeutete.
Das Management hat seine eingeschränkte Gewinnanhängigkeitsprognose für das Gesamtjahr von CHF -10 Mio. bis CHF -17,5 Mio. gegenüber dem vorherigen Ausblick von bis zu CHF -25 Mio. gesenkt. Das Unternehmen erklärte, dass der Fortschritt hinsichtlich des EBITDA-Bereitschaftspunktes im zweiten Halbjahr 2026 noch erreichbar ist. Einzelne außerordentliche Belastungen von CHF 7,6 Mio. sind auf die Umsetzung der Geschäftsstrategie „AI First“ und die Schließung der Anlage in Ludwigshafen zurückzuführen.
Die Marktreaktion widerspiegelte ein klassisches "kauf das Gerücht, verkauf die Nachrichten"-Muster, da DocMorris bereits im Juli einen stärkeren Umsatzrückgang für das 2. Quartal veröffentlicht hatte. Peer Redcare Pharmacy avancierte in Sympathie mit der Guidance-Revision, während die allgemeineren Marktbedingungen neutral waren, da die US-Indexe nur wenig verändert handelten und kein schweizer-spezifischer makroökonomischer Katalysator die Sitzung angetrieben hat.








