Die Britische Pfund blieb am Mittwoch stabil, nachdem die Juli-Daten zur britischen Inflation in Übereinstimmung mit den Prognosen ausfielen, was die Erwartungen für weitere Zinserhöhungen der Bank of England (BoE) dämpfte und die Bedenken hinsichtlich einer Verringerung nächstes Jahr stärkte.
Der Sterling notierte um 08:00 Uhr GMT um 0,18 Prozent höher gegenüber dem Dollar bei 1,3556 USD und baute damit seine Kurssteigerung vom Dienstag fort. Das Euro stieg ebenfalls um 0,18 Prozent auf 1,1597 USD und zeigte damit eine weitgehend stabile Situation in Europa.
Die jährliche Inflation der消費preis stieg im Juli auf 2,9% nach 2,6% im Juni und entspricht sowohl dem Marktkonsens als auch der eigenen Prognose der BoE von 2,8%. Die Kerninflation blieb unverändert bei 2,6%, während die Inflation in den Dienstleistungssektoren abnahm auf 3,4%. Laut Ruth Gregory, Deputy Chief UK Economist bei Capital Economics deuten die Daten auf eine weiterhin niedrige innenliegende Preisinflation an.
Die Zahlen verminderten den unmittelbaren Druck auf die BoE, die noch weiter zu straffen. Analysten erwarten jedoch, dass die Zinsen bis Jahresende bei 3,75% gehalten bleiben. Capital Economics geht von einer Erstsenkung auf 3% im Jahr 2025 aus, was eine Einschätzung ниже der Marktbewertung darstellt, die implizierte, dass die Zinsen bis dahin auf 4,25% bis 4,50% sinken könnten.
Der ING-Analyst Chris Turner bezeichnete die britische Pfund als eine der am wenigsten volatilen Währungen in der G10-Gruppe auf Volatilitäts-basis. Er unterstrich auch, dass die Sitzungsprotokolle der US-Notenbank (FOMC) im Juli nicht die "Game-Changer" für kurzfristige Policy-Erwartungen seien.
Andererseits warnte Philip Lane, Chefökonomen der Europäischen Zentralbank, davor, dass die Inflation in der Eurozone bis Jahresende bei etwa 3% bleiben könnte, was die anhaltenden Preisdrucksränge im Bereich unterstreicht. Die steigenden Preise für europäisches Erdgas, die sich bereits dem höchsten Stand seit Jahresbeginn nähern, verstärkten den Hintergrund von höheren Energiekosten.
Der US-Dollar-Index sollte innerhalb eines engen Bereichs zwischen 99,40 und 99,80 geführt werden, während die Wechselkurse Euro/Pfund in naher Zukunft bei etwa 0,8550 liegen sollen. Analysten betonten, dass die Schwankungen bei Energiepreisen und die frühzeitige Abverkauf von Kleidung zu der Inflationsrate im Juli im Vereinigten Königreich beigetragen haben, was durch die geringeren Preise für Lebensmittel und Flugtickets aufgefangen wurde.
Nach vorn blickend umfassen die Inflationsrisiken potenzielle Druckerhöhungen der Lebensmittelpreise durch El Niño mit einer Auswirkung auf das Jahr 2027, so die Marktbeobachter.









