Die europäischen Weizenfutures rückten am Dienstag zurück, da geopolitische Entwicklungen in der Schwarzmeergemeinschaft die Besorgnisse über die Nachfrage dämpften und die Nachfrage nach EU-Getreide verminderten.
Der Dezember-Wheat-Kontrakt auf Euronext, dem am aktivsten gehandelten Referenzwert, schloss 0,9 % niedriger bei 236,75 € (276,29 US-Dollar) pro Metric Ton. Der Vertrag hatte am Montag zuvor ein Vierwochen-Hoch von 242 € erreicht, bevor er wegen sich ändernder Markt erwartungen abwärts abdortierte.
Nach Berichten über die Landung eines US-Militärflugzeugs in Moskau und der anschliessenden Berichterstattung über einen Besuch des Direktor des CIA äusserte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass eine "diplomatische Ebene" mit Russland in Bezug auf die Angriffe auf das Schwarze Meer in Betracht gezogen werde, was die Sorgen über Störungen der Lieferketten weiter abschwächte.
Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Dienstag separat, dass seine Truppen fünf Schiffe in ukrainischen Schwarzmeerkrädern angegriffen hätten. Die Marktreaktion deutete jedoch darauf hin, dass Händler voraussichtlich eher Signale für eine mögliche Entspannung als eine unmittelbare Eskalation des Konflikts bevorzugen. Analysten betonten, dass sowohl Russland als auch die Ukraine zunehmend billigeres Getreide über alternative Korridore verkehren, was die Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs der europäischen Nachfrage nach Getreideexporte reduziert.
Die Abnahme des Kontrakts seit dem Höchststand am Montag ist Ausdruck einer umfassenderen Neubewertung der Lieferrisiken in der Schwarzmeerküste, wo anhaltende Konflikte zeitweise die weltweiten Getreideeinfuhr beeinträchtigt haben.











