Die Goldpreise konsolidieren nach dem starken Aufschwung im August, wobei Kaufdruck das Metall auf $4.600 drückt, nachdem das Niveau von $4.700 getestet wurde. Laut einer technischen Analyse wird der Rückgang als korrigerende Phase betrachtet und nicht als Beginn einer allgemeinen Abwärtsbewegung, da der Markt versucht, die im Zuge des jüngsten Anstiegs angehäuften überkauften Konditionen zu lösen.
Der Rückzug tritt in einer Umgebung vermehrter Volatilität auf, bevor wichtige US-Inflationsdaten veröffentlicht werden und die Zentralbanken-Chef Kevin Warsh am Symposium in Jackson Hole spricht. Die Analyse stellt fest, dass der heutige Rückgang drei aufeinanderfolgende Tage mit Gewinnen folgte, wobei zunächst Unterstützung bei 4.610 bis 4.600 US-Dollar beobachtbar war. Eine tiefere Korrektur könnte sich in Richtung 4.595 bis 4.570 US-Dollar erstrecken, sofern sich der Rückgang innerhalb einer korrigierenden Struktur auf dem H4-Zeithorizont hält.
Die Analyse rät davon ab, Gold in den aktuellen Kursniveaus zu verfolgen, stattdessen wird das Warten zwecks Entwicklung einer Korrektur empfohlen. Kaufmöglichkeiten würden erneut geprüft, sobald die Verkäufer ihre Momentumphase verlieren, ein Basisniveau gebildet wird und der Preis wieder lokale Widerstandsniveaus auf kürzeren Zeiträumen erreicht.
Die makroökonomischen Faktoren stellen weiterhin die Grundlage für die längerfristige Aussicht des Golds dar. Die jüngste Rally wurde zum Teil durch die erhöhten Rückkäufe länger laufender Anleihen der US-Treuhandverwaltung bewirkt, die zu niedrigeren Renditen in den USA und einem schwächeren Dollar geführt haben. Die Analyse betont die anhaltenden Spannungen auf dem US-Anleihenmarkt, einschliesslich der steigenden Schuldscheinemissionen, der Refinanzierungsbedürfnisse und der schwächeren Nachfrage traditioneller Käufer, die die längerfristigen Zinsen hoch halten und Druck auf den Dollar ausüben könnten.
Während die Federal Reserve weiterhin als kurzfristiges Risiko gilt–mit den kommenden Inflationsdaten und hawkishen Kommentaren, die möglicherweise die Zinsen und den Dollar ankurbeln –, deuten die Analysen auf eine tiefere Korrektur hin, die für langfristige Positionen attraktivere Einstiegsmöglichkeiten bieten könnte. Die Nachfrage der Zentralbanken bleibt ein wichtiger struktureller Unterstützungsfaktor. Laut World Gold Council wurden in Q2 netto 289 Tonnen Gold gekauft, was einem jährlichen Anstieg von 62 % entspricht. Rekordzahlige 45 % der befragten Reservemanager erwarten, dass ihre Einrichtungen die Goldbestände innerhalb der nächsten 12 Monate erhöhen.
Die Investitionsnachfrage ist ebenfalls wieder aufgeflammt. Gold ETFs kamen in der Vorwoche 46,7 Tonnen (6,4 Milliarden USD) hinzu – der stärkste wöchentliche Anstieg seit fast einem Jahrzehnt. Der World Gold Council geht davon aus, dass eine Kombination aus niedrigeren Zinsen, einem schwächeren Dollar und persisternder Unsicherheit die Goldpreise weiterhin beliefern könnte.
Die Analyse bleibt auf mittelfristiger Optimismus ausgelegt und betont die Bedeutung der Geduld bei den Einstiegsentscheidungen. Der Fokus liegt weiterhin auf der Identifizierung einer ordentlichen Korrektur, dem Aufsuchen von Kaufinteressenten und der Bestätigung eines Umkehrsignals auf kürzeren Zeiträumen, bevor neue Positionen eröffnet werden.













