Europäische Aktien legten am Dienstag zu, da die Anleger auf die weniger streng ausgefallenen US-Sanktionen gegen Iran sowie einen deutlichen Rückgang der Ölpreise reagierten.
Der pan-europäische STOXX-600-Index gewann 0,35% auf 656,48 Punkte und lag damit 0,6% unter dem zu Beginn des August erreichten Rekordhoch. Der FTSE 100 in London stieg um 0,29% auf 10.886,16, Frankfurts DAX legte um 0,61% auf 26.266,14 zu. Paris' CAC 40 gab um 0,16% auf 8.439,20 nach, Mailands Ftse/Mib gewann um 0,34% auf 52.720,31, Madrids Ibex 35 fiel um 0,21% auf 20.056,60 und Lissabons PSI 20 stieg um 0,57% auf 9.445,44.
Der Gesundheitssektor führte die Gewinne mit einem Plus von 1,2% an, getrieben durch Novo Nordisk, das um 2,9% zulegte, sowie Zealand Pharma, das um 5,6% stieg. Die Industriewerte legten um 1,1% zu und markierten damit den stärksten Anstieg seit drei Wochen. Melrose Industries surgte um 10,4% nach der Bekanntgabe, die volle Produktion bei GKN Aerospace wieder aufzunehmen, die seit Ende Mai aufgrund von Sicherheitsbedenken in einer Anlage in Los Angeles eingestellt worden war.
Die Rohölpreise fielen um 3,5% und entlasteten die energieimportierenden Volkswirtschaften Europas. Die Lockerung der US-Sanktionen gegen Iran trug zur positiven Marktstimmung bei, da Anleger strengere Massnahmen befürchtet hatten, die den globalen Ölangebot hätte stören können. Die Ankündigung des US-Finanzministers Scott Bessent verzichtete auf Strafmassnahmen gegen Teherans Handelspartner und reduzierte das Risiko weiterreichender wirtschaftlicher Folgen.
Iran reagierte mit dem Versprechen, auf die erweiterten Sanktionen zu erwidern, und zeigte Zuversicht, dass seine wichtigsten Handelspartner dem US-Druck widerstehen würden. Die Entwicklungen unterstrichen die Empfindlichkeit europäischer Märkte gegenüber geopolitischen Risiken und schwankenden Energiepreisen.












