Die Deutsche Bank hat zwei britische Softwarewerte auf den Ratings "kaufen" heraufgestuft und begründet dies mit verbesserten Fundamentaldaten und geringeren Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf traditionelle IT-Dienste. Die Bank hat Cerillion und Bytes Technology Group von "halt" auf "kaufen" und von "neutral" auf "halt" heraufgestuft, während sie Softcat auf "halt" herabgestuft hat, obwohl das Kursziel angehoben wurde.
Der britische Software-und IT-Dienstleistungssektor hat sich seit seinem Tiefpunkt Ende März etwa 42% erholt, was den allgemeinen Optimismus der Investoren widerspiegelt. Cerillion hingegen sank seine Aktien in den letzten drei Monaten um etwa 27%, und zwar trotz einer starken operativen Leistung. Die Deutsche Bank erklärte, dass der Kursverlust die Bedenken hinsichtlich des auf das zweite Halbjahr gewichteten Geschäftsjahres übertriebenen vorlag, während die grundlegenden Fundamentaldaten intakt blieben. Die Bank senkte den Kursziel für Cerillion von 1.575 auf 1.400 Pence.
Cerillion verzeichnete im ersten Halbjahr einen Anstieg der Neubestellungen um 100 % auf 39,6 Millionen GBP, während der Bestellungsbestand um 64 % auf ein Rekordniveau von 82,1 Millionen GBP stieg. Die gesamte Auftragsbestätigung des Unternehmens wuchs auf 271 Millionen GBP, unterstützt durch einen Erlösbeitrag in Höhe von 10 bis 15 Millionen GBP, der aus einem kürzlich unterzeichneten Vertrag mit Omantel stammt und vor allem von hochmarginschem Software-Lizenzgeschäften getragen wird.
Die Deutsche Bank hat die Aktie der Bytes Technology Group auf 'buy' heraufgestuft, da sie die minimale Hardware-Exposition und die starke Wachstrend des Unternehmens hervorhebt. Auf der Juli-Öffentlichen Hauptversammlung wurde eine zweistellige jährliche Wachstumszahl für das Bruttoertragsplus und den Bruttoüberschuss in öffentlichen und privaten Bereichen gemeldet. Die Analysten bewertet die Unternehmensprognosen als konservativ im Vergleich zum Konsens.
Softcat hingegen wurde seinen Zielkurs von 1.800 Pence auf 2.140 Pence angehoben, sein Rating wurde jedoch aufgrund von Bewertungsbefürchtungen jedoch auf 'hold' senkt. Die Bank bemerkte, dass die Aktien von Softcat im Jahr 2020 um circa 50 % gestiegen sind, wobei der Aktienkurs etwa 24-mal die Gewinnprognosen für das Jahr 2027 erbrachte, was darauf hindeutet, dass in Zukunft steigende Kurse immer mehr berücksichtigt werden.
Die Veränderung der Stimmung bei der Deutschen Bank spiegelt eine allgemeine Lockerung der Investoren-Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf traditionelle Geschäftsmodelle für Software und IT-Dienstleistungen wider. Die Analysten stellten fest, dass IT-Retailer gut positioniert sind, um von den steigenden Technologieausgaben profitieren zu können, die durch die Einführung von KI angetrieben werden, insbesondere da Microsofts Partneranreize für das Geschäftsjahr 27 die Kundenadoption, der Upselling und den Wachstum der Cloud-Workload vorrangig setzen, anstatt auf einfache Software-Lizenzverkäufe.












