ByteDance Brasil wurde von der brasilianischen Datenschutzbehörde ANPD mit einer Busse von R$153,8 Millionen (US$29,81 Millionen) belegt, weil das Unternehmen personenbezogene Daten von Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren ohne ordnungsgemässe rechtliche Grundlage verarbeitet hat, wie es heisst in einer am Dienstag im Amtsblatt veröffentlichten Bekanntmachung.
Die Busse resultiert aus Verstössen gegen das brasilianische Allgemeine Datenschutzgesetz (LGPD), das eine ausdrückliche Einwilligung oder eine rechtliche Grundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten von Minderjährigen verlangt. Die ANPD stellte fest, dass ByteDance Brasil nicht gewährleistet hat, dass eine angemessene Dokumentation der gesetzlichen Vertretung oder Beistandschaft für diese Nutzer vorliegt.
Im Rahmen der Busse muss ByteDance Brasil die personenbezogenen Daten der betroffenen Jugendlichen innert 60 Geschäftstagen löschen. Das Unternehmen ist zudem verpflichtet, alle Drittparteien, die diese Daten erhalten haben, über den Verstoss zu informieren. Ausserdem muss ByteDance innert fünf Geschäftstagen nach Ablauf der 60-tägigen Löschfrist einen technischen Bericht vorlegen, der von seinem Datenschutzbeauftragten unterzeichnet ist, sowie System-Audit-Logs, die die Konformität nachweisen.
Bei Nichteinhaltung dieser Auflagen drohen tägliche Busse von R$137.081,49. ByteDance Brasil hat die Möglichkeit, die Gesamtbusse um 25 Prozent zu reduzieren, wenn es auf eine Berufung verzichtet innert 10 Geschäftstagen und die Busse innert 20 Geschäftstagen bezahlt.












