Der nationale Elektrizitätsnetzbetreiber von Brasilien (ONS) beorderte die Stromverteiler, die Produktion aus dezentralen Quellen am Sonntag zu beschränken, da für das Wochenende eine niedrige Nachfrage vorhergesagt wurde.
Die vor Ort zwischen 11:00 und 13:30 Uhr durchgesetzte Maßnahme ist die zweite dieser Art in diesem Jahr, nachdem am 7. Juni eine ähnliche Einschränkung von 1 GW in Kraft gesetzt wurde. Die ONS nannte als Grund die Notwendigkeit, das Systemangebot und die Nachfrage in Einklang zu bringen bei niedrigeren Verbrauchsmustern, die fürs Wochenende typisch sind, insbesondere wenn sie mit der wachsenden Kapazität für mikro und mini verteilte Energieerzeugung (MMGD) kombiniert werden.
Der Notfallplan, der den Titel "Notfallplan für die Regulierung von Energiereserven im Verteilungsnetz" trägt, wird ausgelöst, wenn die von ONS kontrollierte Produktion nicht ausreicht. Anders als bei zentralisierten Anlagen liegen verteilte Energiequellen nicht unter der direkten Aufsicht des Betreibers und erfordern daher eine vorherige Mitteilung an die Verteilungsagenten, um die Reduzierung der Erzeugungsmengen zu regeln.
Die brasilianische Vereinigung der Elektroriessendisponenten (Abradee) bestätigte den Erhalt der Richtlinie und betonte die operativen Herausforderungen, die durch die übermäßige Erzeugung aus erneuerbaren Energien während Zeiten mit geringerem Stromverbrauch entstehen. In einer Erklärung betonte Abradee die Dringlichkeit von Öffentlichen Politiken zur Umorganisation des Stromnetzes und dem Verhindern von Stromausfällen und warnte vor der Möglichkeit, dass unbestimmte oder widersprüchliche Abschaltkriterien Rechtssicherheit für Stromerzeuger stören könnten.
Diese Einschränkung resultiert aus umfassenden Anstrengungen, die dem Ziel dienen, aufstrebende verteilte Energiequellen in das brasilianische Stromnetz zu integrieren, das in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Analysten haben die Notwendigkeit von klareren regulatorischen Rahmenbedingungen hervorgehoben, um die Volatilität aus intermittierenden Quellen zu bewältigen, je nachdem, wie sich das System entwickelt.













