Die brasilianische Bundesregierung einkassierte vom Januar bis Juli rund 3,145 Milliarden R$ an Einkommensteuer auf Dividenden, wie das Bundesfinanzamt am Mittwoch mitteilte. Diese Summe entspricht etwa 11 % der Jahresprognose von 28 Milliarden R$, die von der Regierung unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aufgestellt wurde.
Von den insgesamt entnommenen 2,043 Milliarden Reais stammten 1,102 Milliarden Reais aus nationalen Dividendenverteilungen von mehr als 50.000 Reais und 1,102 Milliarden Reais stammten aus Steuern auf aus dem Ausland entsendete Dividenden. Der Besteuerungsrahmen erhebt für beide Kategorien von Dividendenzuwänden einen Satz von 10 %.
Der Finanzierungsmangel der Regierung hat dazu geführt, dass die Behörden einen vorsichtigen Kurs verfolgen. Der Minister für Planungen und Haushalt, Bruno Moretti, teilte mit, dass die Verwaltung ihre derzeitige Finanzprognose unverändert aufrechterhalten wird, ohne die niedrigeren als erwarteten Einahmen einzubeziehen. Eine mögliche Überarbeitung der offiziellen Prognosen ist für September geplant, was einen Politik der fiskalischen Konservativität widerspiegelt.
Das Ziel der Bundesregierung von 28 Milliarden Reais bis 2026 bleibt unverändert, obwohl die Ergebnisse im ersten Halbjahr unter den Erwartungen lagen. Die Bundesfinanzverwaltung gab keine weitergehenden Kommentare zur Einnahestransparenz oder eventuellen Anpassungen im Steuerrahmen.












