BMO Capital Markets hat First Solar (NASDAQ: FSLR) am Mittwoch von Market Perform auf Outperform hochgestuft und einen Zielkurs von 263 Dollar festgelegt. Der Schritt folgt der US-Einführung eines Zollrahmens, der die einheimische Solarmontageindustrie unterstützen soll, wobei Analysten erwarten, dass dieser die Preis- und Volumenverpflichtungen für das Unternehmen stabilisieren wird.
Mizuho behält seine Outperform-Einstufung für First Solar bei und erhöht den Zielkurs von 300 auf 324 Dollar, wobei es seine Einschätzung an den unter der aktuellen Regierung erlassenen Zollrahmen anpasst. Auch Baird hat die Aktie von Neutral auf Outperform hochgestuft und den Zielkurs auf 318 Dollar angehoben. Jefferies hingegen senkte den Zielkurs auf 196 Dollar bei Beibehaltung einer Hold-Einstufung, was eine vorsichtigere Haltung angesichts der breiteren Sektorenvolatilität widerspiegelt.
First Solar-Aktien sind nach Entwicklungen im Zusammenhang mit den Zollbestimmungen nach Section 232 um rund 16 Prozent gefallen und verzeichnen damit einen Jahresverlust von 21 Prozent. Die Aktie schloss am Dienstag mit 205,93 Dollar (-0,43 Prozent), wobei der Vorhandel einen Gewinn von 4,02 Prozent auf 214,20 Dollar andeutete. Die Bewertungskennzahlen des Unternehmens bleiben attraktiv: Es notiert bei etwa dem 8,6-fachen des geschätzten Enterprise Value im Verhältnis zum EBITDA 2029 exklusive Produktionssteuergutschriften — was es zum günstigsten Solar-Originalausrüster im Deckungsumfang von BMO macht. Das trailing KGV liegt bei 12,67, das PEG-Verhältnis bei 0,33.
BMO geht davon aus, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP) für US-Module unter dem neuen Zoll- und Mindestimportpreisrahmen auf 0,43 bis 0,44 Dollar pro Watt steigen könnten. Diese Preissituation soll es First Solar ermöglichen, mehrquartalsweise Volumenverpflichtungen für 2029 und darüber hinaus zu besseren Konditionen zu sichern. Gemäss der Analyse von BMO sollen sich jedoch die Margendrucke bis 2027 fortsetzen.
Der breitere Solarsektor sieht sich zusätzlichen Gegenwinden gegenüber, darunter potenziellen US-Zöllen auf chinesisches Polysilizium — einem Schlüsselmaterial bei der Panelproduktion, wie Reuters meldete. BMOs Einschätzung deutet darauf hin, dass der erforderliche ASP von Tesla während seiner Hochfahrphase bei oder über einer konservativen Annahme von 0,38 Dollar pro Watt liegen könnte, was potenzielle Risiken für die Preisstrategie von Crystal Sun im zweiten Jahrzehnt der 2020er-Jahre andeutet.












