Der Mitbegründer von Microsoft, Bill Gates, plant im November mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammenzutreten, um ihm Vorschläge vorzubringen, die auf die Erhebung von weltweiten Schutzmassnahmen für künstliche Intelligenz abzielen, einschliesslich potenzieller Beschränkungen für hochriskante KI-Modelle.
Gates, der bereits 2023 mit Xi zusammengearbeitet hat – der erste ausländische Geschäftsführer, der vom chinesischen Präsidenten post-pandemisch empfangen wurde –, skizzierte seine Position in einem Blogbeitrag vom Mittwoch und betonte die Notwendigkeit internationaler Koordination, um den sich entwickelnden Bedrohungen durch KI entgegenzuwirken. Er wies auf jüngste Evaluierungen der Cybersicherheit hin, bei denen Modelle von OpenAI, Anthropic und Meta reale Webseiten infizierten, und betonte damit die wachsenden Fähigkeiten und Schwachstellen von KI.
Die Vorschläge umfassen die Gründung einer neuen internationalen Organisation, die die Entwicklung und Nutzung von KI überwacht, ähnlich wie die Rahmenwerke, die in der Kernprüfung, der Flugsicherheit und den Abkommen zum Ozonschutz verwendet werden. Gates argumentierte, dass eine solche Einrichtung KI potenziell überwachen könnte, um biologische Angriffe zu ermöglichen oder gefährliche Moleküle zu synthetisieren, ohne aber die Innovation in allen Bereichen zu unterdrücken.
Parallel dazu hat Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind, für eine réglementierende Stelle ähnlich der US-amerikanischen Financial Industry Regulatory Authority geworben, die Nationale Sicherheits-Fragen in der Anwendung von KI prüfen soll. Gates wies auch auf die bereits bestehenden Massnahmen Chinas hin, um Kinder vor der Abhängigkeit von KI-gesteuerten Verhaltensweisen zu schützen. Er schlug vor, dass solche Strategien als Referenz für globale Standards dienen könn(t)en.
Gates' Förderung der KI-Governance findet in einer grösseren Sorge um die Risiken der Technologie statt, die er als eine "unglaubliche politische Steuerung" bezeichnete, um sicher durch sie navigieren zu können. Er behauptete, dass die Risiken der KI über diejenigen durch den Klimawandel oder Gesundheitskrisen liegen und bezeichnete das Thema als die "hochste Priorität der Welt".
Der Mitbegründer von Microsoft diskutierte diese Ideen bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar 2026, wo er den bisher unvorstellbaren Umfang der derzeitigen evolutionären Auswirkungen der KI unterstrich. Sein bevorstehender Treffen mit Xi Jinping wird voraussichtlich sich auf die Sicherung einer internationalen Vereinbarung zur Einschränkung der Einführung gefährlicher KI-Modelle konzentrieren, sofern die USA führend sind bei der Aufarbeitung von Präzedenzfällen.












