Die Aktien der Sixt SE stiegen am Dienstag um 3,9% nachdem Berenberg die deutsche Mietwagenfirma von 'HOLD' auf 'KAUF' stufte, da stärkere Sommerreisebedürfnisse in Europa, eine diszipliniertere Vorgehensweise bei der U.S.-Residualwertrisikoverwaltung und verbesserte Investor-Kommunikation hervorhebt.
Die Stufung erfolgte nach einer Periode, in der Berenberg seit Mai 2024 auf der Seitenlinie stand, während Sixt's Stammaktien um 10% und die Vorzugsaktien um 3% fielen, wobei sie das MDAX-Index um 32% bzw. 20% unterboten. Berenberg hob sein Kursziel für Stammaktien auf 91 Euro von 83 Euro und für Vorzugsaktien auf 63 Euro von 58 Euro an.
Die Brokerfirma unterstrich, dass die Aktien der Sixt unter dem fünfjährigen Durchschnitts-Price-to-Earnings-Verhältnis von 14,5x für Stammaktien und 9,6x für Vorzugsaktien handeln, was Raum für eine Bewertungserhöhung bietet. Berenberg passte auch seine Finanzprognosen an, wobei für das Jahr 2026 ein Gesamtumsatz von 4,65 Milliarden Euro prognostiziert wird, der bis 2028 auf 5,41 Milliarden Euro steigt, was die Konsensprognosen um 1,9% bis 6,4% überschreitet.
Der Gewinn vor Steuern wird für 2026 mit 461,7 Millionen Euro und für 2028 mit 583 Millionen Euro prognostiziert, während der Gewinn pro Aktie von 7,02 Euro auf 8,86 Euro steigen soll. Berenbergs Durchschnittsprognose für 2026-2028 wurde um 2% und der EBT um 3% erhöht, getrieben durch stärkere europäische Annahmen, die schwächere nordamerikanische Perspektiven ausgleichen, die durch weiches Verbraucherverhalten und Marketingkosten beeinträchtigt werden.
Sixt meldete einen Umsatz von 1,189 Milliarden Euro im zweiten Quartal, der um 9,9% gegenüber dem Vorjahr stieg, wobei Deutschland um 9,1%, Europa um 13% und Nordamerika um 6,3% (7,6% nach Anpassung an den Wechselkurs) auf einem berichteten Basis steigten. Der Gewinn vor Steuern erreichte 123 Millionen Euro, was einem 10,3%-Margin entspricht und das Ziel des Unternehmens für das Jahr 2026 erfüllt, wie Berenberg unterstrich.



