Die deutsche Immobilieninvestmentgruppe Aroundtown SA verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 über das gesamte Jahr hinweg stagnierende Netto-Mieteinahmen in Höhe von 591 Millionen Euro, da steigende Kapitalkosten den stabilen Wertzuwachs des Portfolios ausgeglichen haben.
Die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr bei den vermieteten Flächen belief sich im gesamten €25,2 Mrd. umfassenden Immobilienportfolio auf 2,7 Prozent und basierte auf einem Anstieg der Wohnmieten um 3,5 Prozent sowie einer Steigung der Hotelumsatzerträge um 4,4 Prozent. Die Mietpreise im Bürosegment legten um 0,9 Prozent zu. Das bereinigte EBITDA belief sich unverändert auf 500 Mio. €, während der operative Ertrag (FFO I) um 4 Prozent auf 144 Mio. € zurückging. Das Nettogewinn ging auf 218 Mio € zurück gegenüber 578 Mio € im Vorjahr, da die finanzrelativen Kosten um 26 Prozent auf 142,3 Mio. € gestiegen sind.
Der EPRA-Nettowert des Barvermögens von Aroundtown stieg um 6 % auf 9,1 Milliarden Euro oder 8,0 Euro pro Aktie, was bei aktuellen Wechselkursen etwa 8,80 USD entspricht. Der Aktienkurs fiel um 1,28 % auf 2,008 USD und liegt damit nahe am 52-Wochen-Tief von 1,994 USD.
Die Zinskosten stiegen, da der durchschnittliche Zinssatz auf die 3,9 Milliarden Euro an Liquidität auf 2,4 % stieg, während das Kredit-Darlehen-Verhältnis von 41 % im Jahresende 2025 auf 43 % stieg. Der Zinsdeckungsgrad von Aroundtown sank auf 3,3-mal, was unter dem Wert von 3,9-mal im Jahr 2025 lag, jedoch noch über dem Zinsklauselkriterium von 1,8-mal. Der Deckungsgrad der Vereinbarungen der Gesellschaft belief sich auf 95 %, wobei 92 % der Schulden fixiert oder getauscht waren.
Das Management betrachtete 350 Millionen € an Vermögensverkäufen in H1 2026 zu nahe dem Buchwert, wovon weitere 390 Millionen € an Verkäufen abgeschlossen und noch nicht unterschrieben sind. Gleichzeitig führte das Unternehmen Aktienrückkäufe durch zu einem durchschnittlichen Preis von 2,54 € je Aktie, was einem Rabatt von 67 % gegenüber dem EPRA-Nettoaktivwert je Aktie entspricht. Die Zielrenditen für das Portfolio umfassten selektive Akquisitionen mit Renditen von über 7 %, Umwandlungen von Bürogebäuden mit 14 % sowie Neuausrichtung von Hotels mit 13 %.
Aroundtown hat seine volljährige Prognose für 2026 bestätigt und erwartet ein FFE I in Höhe von 275 bis 305 Millionen Euro sowie eine Dividende je Aktie von 0,12 bis 0,135 Euro, basierend auf einem Auszahlungsgrad von 50%. Die Kreditbewertung der Gesellschaft liegt nach wie vor bei S&P BBB mit einer stabilen Voraussicht.
Das Portfolio des Unternehmens ist zu 89 % auf Deutschland, die Niederlande und London konzentriert, wobei Berlin 23 % der Vermögenswerte ausmacht. Wohnimmobilien, die 33 % des Portfolios ausmachen, hatten einen Leerstand von 3,3 % und einen Ertrag von 4,9 %. Bürogebäude, die 34 % der Vermögenswerte ausmachen, hatten einen Leerstand von 13,6 % und einen Ertrag von 5,0 %. Hoteller, die 20 % des Portfolios ausmachen, verfügten über einen Leerstand von 2,2 % und einen Ertrag von 4,9 %.
Für die kommenden drei bis vier Jahre erwartet Aroundtown eine zusätzliche jährliche Mieteinahme in Höhe von 165 Millionen Euro, darunter 100 Millionen Euro aus dem like-for-like-Wachstum, 55 Millionen Euro aus Konversions- und Umstrukturierungsprojekten bis 2030 sowie 10 Millionen Euro aus einem erhöhten Anteil an Grand City Properties.
Bei den ESG-Leistungen stehen unter anderem eine Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 41% gegenüber 2019, was vier Jahre vor dem Ziel von 40% erreicht wurde, sowie die zehte aufeinanderfolgende EPRA BPR Gold-Award-Auszeichnung und die Upgradierung der MSCI ESG-Rating auf AAA.












