Der Schweizer Franken stieg am Mittwoch auf ein Rekordtief gegen den Dollar, nachdem das US-Finanzministerium Pläne bekanntgegeben hat, seine Ankäufe langlaufender Staatsanleihen fast zu verdoppeln, um die Kosten für langfristige Darlehen senken zu wollen.
Die Maßnahme, die vom Finanzministerberater Scott Bessent unter Leitung gestellt wird, hat zum Ziel, die Nachfrage nach Treasuries auf dem Markt zu verringern und die Zinsen zu senken, wodurch die Finanzierungskosten für Corporates und die Bundesregierung sinken. Die Ankündigung fiel mit einem starken Rückgang des Dollars zusammen, der ausgehend von einer Kursstärke von 0,8123 ein paar Wochen lang von 0,7973 Franken abgenommen hat. Anschließend erholte sich der Dollar jedoch wieder über der Marke von 0,80. Analysten warnen, dass der Abwärtstreibende Druck auf die US-Währung noch andauern könnte.
Die Union Bancaire Privée (UBP), eine in Genf ansässige Privatbank, erwartet nun, dass der Dollar im Laufe der nächsten Quartale weiter gegenüber dem Schweizer Franken abwichen wird und prognostiziert einen Rückgang vom aktuellen Niveau von 0,80 auf 0,75 bis Anfang 2027. Dies würde ein neues Rekordtief für den Dollar gegenüber dem Franken bedeuten und das im Januar 2025 erreichte Niveau von 0,7610 übertreffen.
Die Bank nannte das Anleihenkaufprogramm des Finanzministeriums als Zeichen wachsender Sorgen über steigende langfristige US-Zinssätze und die wachsende finanzielle Last des Landes, die letzte Woche die 40 Billionen Dollar überschritten hat. Die UBP bezeichnete diese Maßnahme als eine Form von finanzieller Repression, die für den Dollar weitere Schlagwörter ereilt.
Auch die Erwartungen des Marktes hinsichtlich Zinserhöhungen in den USA haben abgenommen. Angesichts der verringerten Inflation und der abnehmenden Wirtschaftstätigkeit bauen Trader aktuell nur eine Anhebung des Fed-Fundsatzes um 25 Basispunkte bis Anfang 2027 ein, was niedriger liegt als die früheren Prognosen von aggressiverem Straffungskurs.
Darüber hinaus geht UBP davon aus, dass der US-Währungskursindex (DXY) in einem Bereich zwischen 96 und 100 notiert, im Vergleich zum Tagesintervall von Mittwoch, das zwischen 98,86 und 99,12 lag. Die Aufwertung des Franken spiegelt eine allgemeinere Skepsis gegenüber der Entwicklung des Dollars wider, gebunden an Befürchtungen hinsichtlich der Tragfähigkeit der US-Staatsverschuldung sowie verringerte Erwartungen in Bezug auf eine geldpolitische Straffung.












