Die Aktien von Zoom Video Communications Inc. fielen am Mittwoch vor Marktbeginn um 5,8 Prozent, nachdem das Unternehmen Quartalsergebnisse veröffentlicht hatte, die die Umsatz- und Gewinnschätzungen deutlich überstiegen, jedoch eine konservative Prognose abgab, die die Anleger enttäuschte.
Das in San Jose ansässige Unternehmen erzählte für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 1,277 Milliarden US-Dollar und übertraf damit den Marktkonsens von rund 1,27 Milliarden US-Dollar. Das justierte Ergebnis pro Aktie belief sich auf 1,55 US-Dollar und überstieg damit die Prognose von 1,48 US-Dollar. Der Umsatz im Bereich Unternehmen, eine wichtige Kennzahl für das Unternehmen, wuchs im Jahresvergleich um 7,8 % und damit zum stärksten Wachstum in drei Jahren.
Trotz der positiven Finanzergebnisse fiel die Prognose von Zoom für das dritte Quartal der Erwartungen hinterher. Der Umsatz für das laufende Quartal wird zwischen 1,275 Milliarden und 1,28 Milliarden US-Dollar prognostiziert, ein Bereich, der von Analysten bereits vorhergesagt worden war. Für das vollständige Geschäftsjahr 2027 legt Zoom seinen Umsatzprognose moderat auf 5,085 Milliarden bis 5,095 Milliarden US-Dollar an und entspricht damit den vorherigen Marktkonzeptionen.
Der breitere Markt zeigte gemischte Ergebnisse: Der Nasdaq Composite fiel um 0,2 %, der S&P 500 blieb unverändert bei -0,1 % und der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,1 %. Der Unternehmenssoftwaresektor war Gegenstand zusätzlicher Überprüfung, da Intuit am selben Abend seine Ergebnisse veröffentlichte und das Investorenklima weiter beeinflusste.
Die institutionelle Aktivität verlieh gemischte Signale. Die Bank of America erneuerte ihre Empfehlung für Zoom mit einem Kauf und einem Kursziel von 130 US-Dollar, wobei der Bankaufsichtsrat auf sein Vertrauen in eine nachhaltige Wachstumsbelebung verwies. CEO Eric Yuan verwies auf eine jährliche Zuwachsrate von 256 % bei den Kunden von Zoom Virtual Agent und betonte damit die zunehmende Akzeptanz von AI-gestützten Lösungen. Dennoch belief sich die Insider-Verkäufeaktivität in den vergangenen 12 Monaten auf etwa 95,7 Millionen US-Dollar, was die Vorsicht der Investoren weiter verstärkte.
Die Aktien hatten sich in dem Jahr, das vor dem Ergebnisbericht lag, um etwa 22% erholt, Verluste traten jedoch nach der Ankündigung ein.













