Die Stadler Rail AG verbuchte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,96 Milliarden Franken, was einem Plus von 40% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Auswirkungen von Währungsschwankungen dämpften jedoch den Wachstumsumfang um 2,2%. Unter Berücksichtigung der Kosten-to-Cost-Buchung hätte der Umsatz circa 2,6 Milliarden Franken erreichen können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 79,5 Millionen Franken von 47 Millionen Franken im Vorjahr und damit auf ein EBIT-Margin von 4,0% (2,6%).
Der Nettoertrag für das Berichtsjahr belief sich auf 31,2 Mio. CHF, während der Auftragseingangs 60 % auf 2,738 Mrd. CHF stieg, wovon 2,2 Mrd. CHF auf Bestellungen für Güterwaggons und 515 Mio. CHF auf Dienstleistungen und Komponenten entfielen. Der Auftragsbestand stieg auf 33,3 Mrd. CHF, wobei Güterwagen 23 Mrd. CHF ausmachten. Die Produktionsleistung stieg um 10,5 % auf 2,577 Mrd. CHF.
Der freie Cashflow blieb bei CHF 54 Millionen negativ, wozu eine Dividendenzahlung in Höhe von CHF 50 Millionen zählte. Der Netto-Cashwert ging um CHF 149 Millionen auf minus CHF 424 Millionen zurück, während der Netto-Werkstoffkapital um CHF 98 Millionen auf CHF 324 Millionen stieg. Die Investitionen beliefen sich im ersten Halbjahr auf CHF 101 Millionen, wobei der Umsatz für das Gesamtjahr 2026 auf etwa CHF 250 Millionen und die mittelfristigen jährlichen Ausgaben auf rund CHF 200 Millionen geschätzt wird.
Die Aktien von Stadler Rail fielen um 21,94 % auf CHF 28,82, nahe dem 52-Wochen-Tief von CHF 29,14, trotz eines P/E-Verhältnisses von 24,19 und eines PEG-Verhältnisses von 0,25. Der Abgesellte folgte auf ein 40 %-iges Umsatzwachstum und eine Ausweitung der EBIT-Marge um 1,4 Prozentpunkte, da die Investoren die schwächere Cash-Generierung und die Margendrucke abwägten.
Der Umsatz für das gesamte Jahr 2026 wird voraussichtlich über 5 Milliarden CHF liegen, die EBIT-Margen werden auf über 5% und auf mittelfristige Ziele von 6% bis 8%prognostiziert. Das Unternehmen erwartet eine stärkere Halbjahresleistung aufgrund der saisonalen Schwankungen, wobei der freie Cashflow bis Ende 2026 neutral oder leicht positiv sein wird. Mehr als 60% des Umsatzes wird bis Ende 2026 auf dem neuen ERP-System laufen, mit Implementierungskosten von 10 Millionen CHF bis 20 Millionen CHF jährlich.
Auftragsverpflichtungen, die im ersten Halbjahr gesichert wurden, umfassten einen Konsortialauftrag mit Siemens und der Deutschen Bahn für 350 Pendelzüge und 30 Jahre Betrieb für die Berliner S-Bahn im Wert von 15 Milliarden Euro. Weitere Gewinne bestanden aus 226 automatisierten Zügen für Kopenhagen, 166 U-Bahnwagen für Berlin und einem 15-jährigen Servicevertrag in Irland. Stadler lieferte auch 45 Lokomotiven an Kanadas Via Rail im Rahmen eines 20-jährigen Serviceabkommens.
CEO Markus Bernsteiner hob die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens in Zeiten äußerer Umwälzungen hervor und erklärte, dass Stadler die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, des Krieges in der Ukraine und Umweltkatastrophen gemeistert habe. CFO Raphael Widmer stellte dar, dass sich die konservative Umsatzerkennungspraxis von Stadler darin äußert, dass das Unternehmen die Einnahmen im Vergleich zu Wettbewerbern später erkennt.












