Die Weizen-Futures am Chicago Board of Trade erreichten am Mittwoch ein mehrjähriges Hoch und schlugen den täglichen Preislimit der Börse, nachdem Berichte über eine mögliche Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine aufgetaucht waren.
Der am häufigsten gehandelte Weizen-Kontrakt stieg um 45 Cent oder 6,4 % auf 7,4825 Dollar pro Buche, das höchste Niveau seit 2022. Die Rally folgte unbestätigten Berichten, dass Russland über verstärkte Ballistik-Raketenschläge gegen Infrastruktureinrichtungen in Kiew nachdenke, was die Befürchtungen hinsichtlich Störungen bei den Schwarzmeerseeverkäufern von Getreide verstärkte.
Auch die Kontrakte für Mais und Soja verbesserten sich: Mais stieg um 13 Cent auf 5,365 US-Dollar pro Bushel und Soja gewann 28,25 Cent auf 12,66 US-Dollar pro Bushel. Mais hatte zuvor bei 5,3875 US-Dollar pro Bushel ein Dreijahreshoch erreicht, das während der Handelssitzung übertroffen wurde. Die Soja-Preise wurden durch persistenten chinesischen Einkauf und eine gestärkte Rohölmärkte gestützt.
Die rapide Preissteigerung für Getreide spiegelt die breiteren Risiken in der Lieferkette wider, die mit dem Konflikt in der Ukraine verbunden sind, dem wichtigsten weltweiten Lieferanten von Weizen und Mais. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe haben den Getreideexport aus den Schwarzmeerkreisen weitgehend gestoppt, was die Befürchtungen über die knappe weltweite Versorgung noch verstärkt hat. Der Limitanstieg beim Weizen am Chicago Board of Trade unterstreicht die Sensibilität der Märkte für geopolitische Entwicklungen, die für die wichtigsten Agrarregionen von Bedeutung sind.
Die Escalation erfolgt inmitten von zum Stillstand gekommenen Friedensverhandlungen, so zitierte Quellen von Bloomberg News. Kreml-nahe Kreise gaben an, dass Präsident Wladimir Putin keinerlei Veranlassung gesehen habe, den Konflikt trotz Sanktionen und ukrainischer Angriffe auf die russische Logistikinfrastruktur zu deeskalieren.












