Die UEFA hat ihre drohende Ausstiegsfrist für die europäischen Nationalmannschaften aus den Wettbewerben der FIFA bis zur endgültigen Aufhebung des Projekts "FIFA Forward Enterprise" der Verwaltungsbehörde provisionell ausgesetzt.
Die Entscheidung fiel nach der Erteilung schriftlicher Garantien durch die FIFA bis zum 30. Juli 2026, mit denen der definitive Rückzug des von FIFA-Präsident Gianni Infantino befürworteten Vorschlags bestätigt wurde. Das Projekt, das die Verkäufen von Anteilen an künftigen Weltmeisterschaften an externe Investoren zum Ziel hatte, hatte sich heftiger Kritik von europäischen Fussballbehörden unterzogen.
Trotz der Aussetzung erklärte die UEFA erneut, dass die umfassendere Führungskrise der FIFA weiterhin ungeklärt bleibt. Der Exekutivausschuss der europäischen Fussballorganisation stimmte einstimmig dafür, weitere institutionelle, politische und rechtliche Massnahmen zu erlassen, um Reformen voranzutreiben und die Beschränkungen der Präsidialbefugnisse wiederherzustellen.
Die UEFA forderte zudem eine unabhängige externe Überprüfung des gescheiterten Projekts und erklärte, dass die FIFA nicht selbst eine Untersuchung durchführen kann, ohne dass dies ihre Glaubwürdigkeit in der Sportwelt gefährden würde. Dieser Schritt reflektiert die aufziehenden Spannungen zwischen der UEFA und der FIFA in puncto Governance, finanzieller Transparenz und der Konzentration von Macht innerhalb des globalen Organisationskörpers.
Die vorläufige Aussetzung gilt nur für die kommende Saison und lässt die Möglichkeit einer erneuten Klage offen, falls die FIFA die Bedenken der UEFA nicht beantwortet.












