Ein privates Abendessen, das von QMS Capital-Partner Marcelo Kayath im São Pauloiser Stadtteil Itaim Bibi veranstaltet wurde, wurde nach dem Treffen von Flávio Bolsonaro mit mehr als 20 Bankern und Unternehmenchefs am Tag vor der Veröffentlichung in den Medien vom politischen Establishment stark in Frage gestellt.
Die Veranstaltung, die am 27. August um 20:00 Uhr Ortszeit begann und um 22:00 Uhr endete, umfasste Führungskräfte von Bradesco, Itaú, Santander und Nubank unter anderem. Flávio Bolsonaro wurde von Daniella Marques, der stellvertretenden Leiterin des Wirtschaftsplans seiner Kampagne und ehemaligen Präsidentin von Caixa, begleitet. Am selben Tag trat er auf der Faria Lima-Avenue mit Führungskräften von Bradesco zusammen.
Die Diskussionen konzentrierten sich auf wirtschaftliche Vorschläge, darunter eine vorgeschlagene Reduzierung der Ausgaben um 1,5% vom Bruttoinlandsprodukt und Überarbeitungen des Haushaltsrahmens. Die Teilnehmenden erkundeten auch Mechanismen zur Eindämmung des öffentlichen Schuldenwachstums, etwa die Koordinierung zwischen den verschiedenen Bereichen der Regierung und die Schaffung einer unabhängigen fiskalischen Institution unter der Aufsicht des Senats.
Die Reaktionen auf die Sitzung waren gemischt. Quellen, die von O Globo und CNN Brasil zitiert wurden, bemerkten, dass der Senator unwissend wirkte und Unterstützung von Marques benötigte, um die Fragen beantworten zu können. Der Finanzsektor hatte zuvor São Paulo Gouverneur Tarcísio de Freitas als rechten Kandidaten für das Rennen favorisiert.
Die Veranstaltung steht in Zusammenhang mit jüngsten Kontroversen um Flávio Bolsonaros angebliche Anfrage an den Banker Daniel Vorcaro um Finanzierung für ein Filmprojekt, eine Frage, die der Senator als gelöst beschrieben hat.
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat laut der Kolumnistin von O Globo, Bela Megale, einen Wechsel in seiner Herangehensweise gegen die an der Konferenz beteiligten Banker angekündigt. Die Unzufriedenheit Lulas richtet sich dabei angeblich gegen Luiz Carlos Trabuco und Milton Maluhy Filho, beide Mitglieder seines Beratungsausschusses, wobei Maluhy Filho als zentraler Organisator der Konferenz identifiziert wurde.













