Die UEFA bereitet sich darauf vor, ihren angedrohten Boykott der FIFA-Wettbewerbe zurückzunehmen, nachdem das weltweite Organatorium umstrittene Vorschläge zur Governance zurückgezogen hat, die von europäischen Verbänden weitgehende Ablehnung erfahren hatten.
Diese Entscheidung folgte monatelanger Spannungen zwischen der UEFA und der FIFA, insbesondere nachdem Details des Governance-Plans der FIFA Mitte 2026 durchgesickert waren und 55 von der UEFA angehörigen Mitgliedsverbänden einen potenziellen Boykott angekündigt hatten. Der Vorschlag, der die zentrale Kontrolle über internationale Wettbewerbe zum Ziel hatte, wurde von der FIFA im Juli zurückgezogen, was den Druck auf die Organisation vor wichtigen Treffen abnahm.
Die italienische Fussballföderation FIGC hat ebenfalls ihre Unterstützung für die Wahl des FIFA-Präsidenten Gianni Infantinos für einen vierten Amtszeit zurückgezogen und sich der Position der UEFA angeschlossen. Die Entscheidung wurde als ein Schritt zum Schutz der Interessen von jungen Sportlern konzipiert, insbesondere da die U-20-Frauen-Weltmeisterschaft der FIFA in Polen im nächsten Monat stattfindet. Ein anonymer Quelleneinschätzenden zu den Gesprächen erklärte, dass dieser Schritt keine Niederlage für die UEFA darstelle, sondern ein pragmatisches Mittel, um den Chancen der Athleten nicht zu schaden.
Die UEFA-Führer sollen am Donnerstag bei einer Sitzung in Monaco den Exekutivkomitee und den Präsidenten der Verbände über die Rücknahme der Boykot-Drohung informieren, wobei diese formalisiert werden dürfte. Die Entscheidung kommt im Vorfeld der Präsidentschaftswahl der FIFA im März nächsten Jahres, bei der Infantinos Wiederwahl unter den europäischen InteressentInnen immer noch kontrovers diskutiert wird.
Der FIFA-Sprecher erneuerte das Engagement der Organisation für den Dialog und die Entwicklung des Fussballs weltweit und betonte, dass alle qualifizierten Teams an der kommenden U-20-Frauen-Weltmeisterschaft teilnehmen werden. In der Erklärung unterstrich die FIFA ihren Glauben an die verbindende Kraft des Fussballs, auch in Zeiten der öfter vorkommenden Streitigkeiten in der Verwaltung.
Die Entwicklungen folgen einem Foto vom Februar 2026 mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und Infantino auf dem 50. ordentlichen UEFA-Kongress in Brüssel, das nun einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den beiden Organen markiert zu sein scheint.












