Das US-Finanzministerium hat am Mittwoch die Organisation Palestine Action als terroristische Vereinigung ausgewiesen, was einen Wandel in der Terrorbekämpfungsstrategie Washingtons darstellt, der nun auch radikale, linksgerichtete Milizen einschliesst. Diese Massnahme wurde begleitet von Sanktionen gegen eine in Italien ansässige Einrichtung, die beschuldigt wird, digitale Infrastruktur und Dienste für Netzwerke wie «Antifa» und andere linke Extremistenorganisationen zur Verfügung zu stellen.
Der amerikanische Aussenminister Marco Rubio hat im vergangenen Monat Beamten aus mehr als 60 Ländern informiert, dass die Regierung den Kampf gegen den „extrem-linken Terrorismus“ in ihrer internationalen Sicherheitspolitik als Priorität feststellt. Die Ankündigung folgt einer umfassenderen US-Messnahme, bestimmte Aktivistenbewegungen als Sicherheitsbedrohung einzustufen – eine Haltung, die bereits während der US-Präsidentschaftswahl 2024 hervorgehoben wurde, als der ehemalige Präsident Donald Trump die „Antifa“-Bewegung ins Blickfeld rückte.
Die Sanktionen richten sich gegen eine in Italien ansässige Einheit, die laut den US-Behörden Kommunikation, Fundraising und operative Koordination für äusserst linksgerichtete Gruppen erleichtert hat. Die Benennung von Palestine Action steht im Einklang mit früheren Massnahmen des Vereinigten Königreichs, in dem die Gruppe 2023 verboten wurde, nachdem Proteste gegen Verteidigungsunternehmen wurden, die mit Israel verbunden waren, darunter Elbit Systems, Israels grösster Verteidigungskontraktor. Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs hat seitdem zugestimmt, eine Berufung gegen ein Urteil eines niedrigeren Gerichts zu lehnen, das die Verbot als gesetzeskonform bezeichnet hat.
Huda Ammori, einer der Gründer von Palestine Action, verurteilte den US-Schritt und erklärte, dass sich die Aktivitäten der Gruppe auf den Unterwandern konzentriert hätten, was sie als den militärischen Apparat Israels bezeichnet, um zivile Opfer zu verhindern. Ammori argumentierte, dass der US-Handel eine Versuche zur Unterdrückung der pro-palästinensischen Aktivitäten unter dem Deckmäntel der Terrorismusbekämpfung darstelle und warnte vor weitreichenden Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit und die Bürgerrechte.
US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die Sanktionen als Teil einer umfassenderen Kampagne zur Zerschlagung extremistischer Netzwerke und erklärte, dass politischer Terror in der amerikanischen Gesellschaft keinen Platz habe und dass man die Finanzströme zu solchen Gruppen stören werde, bis sie endgültig beseitigt seien.












