Die Trump-Administration verfolgt alternative Wege, um das politikgestaltende Gremium der Federal Reserve umzuschichten, nachdem rechtliche und politische Hindernisse die Bemühungen um die Abberufung von Gouverneurin Lisa Cook aus dem Vorstand der Notenbank blockiert hatten.
Cook, die erste schwarze Frau im Fed-Vorstand, bleibt in ihrem Amt, trotz des Drängens des Weißen Hauses auf ihre Entlassung. Der Fall der Administration stützt sich auf eine angeblich falsche Angabe in einem Hypothekendokument aus früheren Jahren, doch Rechtsexperten weisen darauf hin, dass der Oberste Gerichtshof der USA entschieden hat, dass Präsidenten Fed-Gouverneure nicht ohne Grund entlassen dürfen und einen formellen, beweisuntermauerten Prozess einhalten müssen. Die Frist für Cooks Antwort auf das Entlassungsschreiben des Weißen Hauses endete am Mittwoch, woraufhin die Administration über keinen klaren Weg nach vorn verfügt.
Die Pattsituation ergibt sich vor dem Hintergrund, dass die Führungsstruktur der Fed Trumps Möglichkeiten begrenzt, Cook schnell zu ersetzen. Der Vorstand der Fed ist darauf ausgelegt, die Notenbank vor politischem Einfluss zu schützen, wobei in jeder Präsidentschaftsperiode nur zwei der sieben Sitze neu besetzt werden. Cooks Amtszeit läuft bis 2038, weit über Trumps mögliche zweite Amtszeit hinaus, die Anfang 2028 endet.
Über Cook hinaus sieht sich Trump bei der Umgestaltung der Vizevorsitzenden-Positionen an Beschränkungen gehindert. Fed-Vizevorsitzender Philip Jefferson, dessen Führungsperiode im kommenden Jahr ausläuft, wird bald entscheiden, ob er im Vorstand verbleibt. Falls er geht, wäre Trump auf die Auswahl eines Nachfolgers aus einem engen Kreis aktueller Gouverneure beschränkt: Michelle Bowman, Christopher Waller oder Kevin Warsh, der derzeit den Fed-Vorsitz führt. Jeffersons Gouverneursmandat erstreckt sich bis 2036, was den Zeitplan der Administration weiter erschwert.
Auch die regionalen Federal-Reserve-Banken bieten Trump die Möglichkeit, indirekt Einfluss auf die Geldpolitik zu nehmen. Die Spitzenposition der Atlanta Fed ist seit dem 28. Februar vakant, und die Präsidenten der Regionalbanken nehmen an den Zinssatz-Entscheidungssitzungen teil, wobei ihre Stimmrechte rotieren. Während der Fed-Sitzung am 28. und 29. Juli sprachen sich drei Regionalpräsidenten für eine Zinserhöhung aus, was die Bandbreite der Ansichten im System unterstreicht.
Die umfassendere Strategie der Administration umfasst auch die Nutzung laufender Untersuchungen zu Fed-Vorgängen. Eine Strafuntersuchung wegen eines Renovierungsprojekts in einem Notenbankgebäude wurde eingestellt, nachdem ein republikanischer Senator drohte, Warshs Nominierung zu blockieren, falls der Fall nicht beigelegt werde. Die Untersuchung wurde einer internen Prüfung durch den Fed-Oberschätzmeister übertragen, die von Ex-Vorsitzendem Jerome Powell initiiert wurde, dessen Amtszeit als Gouverneur Anfang 2028 endet.
Trump hat die Zinsentscheidungen der Fed wiederholt kritisiert, den Vorstand als „politischen Gremium












