Citi erwartet, dass der japanische Yen sich langfristig stärken wird, da verbesserte Kapitalflüsse die zugrunde liegende Nachfrage nach der Währung unterstützen. Die Bank prognostiziert, dass sich der Wechselkurs USD/JPY bis zum Ende des Jahres in einem Bereich von ¥155 bis ¥160 bewegen wird, was auf eine anhaltende netto Yen-Kaufaktivität zurückgeführt wird, die von steigenden Auslandsinvestitionen in japanische Aktien angetrieben wird.
Übersetzungsinvestoren haben in Japan den Kauf von Aktien beschleunigt, wodurch ein früherer Trend von Auslandsportfolioinvestitionen umgedreht wurde. Dieser Wandel hat laut der Analyse von Citi zu den Japaner-Bilanzdaten für das zweite Quartal 2026 zu der größten Verbesserung des Angebot-und Nachfrageverhältnisses für den japanischen Yen seit 2019 geführt. Der Nettoeinkauf des Yen wurde seit Ende letzten Jahres aufrechterhalten, obwohl die Jahresendkorrekturen im März vorübergehend die Nachfrage beeinträchtigten.
Die Bank stellt fest, dass die grundlegenden Angebots- und Nachfragetendenz für den Yen deutlich verstärkt wurden, wobei sich die langfristigen Erwartungen von einer Appreciation hin zu einer Abwertung verschoben haben. Zu den Faktoren, die diesen Ausblick unterstützen, gehören Yen-Verkaufshandelsgeschäfte von ausländischen Anlegern als Reaktion auf steigende Aktienkurse in Japan sowie langfristige Dollar-Kaufgeschäfte von japanischen kleinen und mittleren Unternehmen.
Die Portfolioinvestitionen im Ausland bleiben weiter schwach, was die Nettozuflüsse an Yen weiter verstärkt. Da die japanischen Privatanleger die Allokation an ausländischen Vermögenswerten reduzieren, entsprechen die Prognosen von Citi einem allgemeinem Trend einer verbesserten Kapitalkontendynamik in Japan, obwohl in naher Zukunft weiterhin Volatilität zu erwarten ist, die durch saisonale und Positionierungsanpassungen verursacht wird.












