Tata Steel gab bekannt, dass es einen Bescheid des indischen Supreme Court erhalten hat, nachdem der Bundesstaat Odisha Berufung gegen eine Entscheidung des staatlichen High Court eingelegt hatte, die zwei Mahnschreiben über insgesamt 4,31 Mrd. ₹ wegen mutmaßlicher Kurzlieferungen bei Mineralienversendungen für nichtig erklärte.
Der Streit dreht sich um die Sukinda-Chromiterz-Block-Operationen von Tata Steel in Odisha. Die Staatsregierung hatte zwei separate Mahnschreiben erlassen — am 3. Juli 2025 in Höhe von 19,03 Mrd. ₹ und am 3. Oktober 2025 in Höhe von 24,11 Mrd. ₹ — und mutmaßliche Kurzlieferungen bei Mineralienversendungen in den vierten und fünften Jahren des Mine Development and Production Agreement geltend gemacht. Beide Schreiben verwiesen auf mutmaßliche Verstöße gegen Rule 12-A der Minerals Concession Rules von 2016.
Tata Steel hat die Forderungen mit jeweils separaten Verfassungsbeschwerden im August und Oktober 2025 angefochten. Der High Court of Orissa in Cuttack verhandelte die Fälle zusammen mit verwandten Angelegenheiten und verkündete sein Urteil am 2. Februar 2026. Am 20. April 2026 hob das Gericht beide Mahnschreiben auf, woraufhin Odisha Special Leave Petitions beim Supreme Court einreichte.
Der Supreme Court hat Tata Steel am Montag einen Bescheid zugestellt und das Unternehmen aufgefordert, sich bis zur nächsten Verhandlung am 5. Oktober 2026 zu äußern. Der Stahlhersteller hat die Entwicklung gemäß den Regulations 30 und 51 der Listing Obligations and Disclosure Requirements Regulations von 2015 bei der Securities and Exchange Board of India offengelegt.
Der Streit verdeutlicht die anhaltenden regulatorischen und operativen Herausforderungen im indischen Bergbausektor, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung von Vorschriften zum Mineralienversand und Durchsetzungsmaßnahmen auf Staatsebene.












