Der syrische Außenminister sagte, die Regierung rechne damit, dass die Sicherheitsverhandlungen mit Israel innerhalb von Wochen wieder aufgenommen werden, trotz des tiefen Misstrauens und der Abwesenheit formaler diplomatischer Beziehungen.
Der Außenminister Asaad al-Shaibani sagte am 22. August in Damaskus gegenüber Reuters, dass Damaskus weiterhin offen für Gespräche sei, die darauf abzielen, einen Rückzug Israels aus syrischem teritorium zu sichern, ein Rahmen, den Washington seit mehr als einem Jahr propagiert. Die Verhandelungen sind seit Beginn der Feindseligkeiten mit dem Iran eingefroren, und die Kontakte wurden getrennt, nachdem Israel einige Tage vor dem Interview eine syrische Luftwaffenbasis bombardiert hatte.
Die USA haben sich für ein Abkommen zwischen Israel und der Regierung von Präsident Ahmed al-Sharaa eingesetzt, die Washington als neuen Verbündeten im Nahen Osten betrachtet. Ein Sprecher des US-Außenministeriums lehnte es ab, zu den gemeldeten Verhandlungen Stellung zu beziehen.
Israel besetzte Teile Südwest-Syriens nach dem Fall von Baschar al-Assad im Jahr 2024 unter Berufung auf Sicherheitsbedrohungen und traf dabei Dutzende militärische Anlagen. Israels Beamte beschrieben die neuen Herrscher in Syrien als verbuschelte Jihadis, obwohl Präsident Sharaa mehrfach erklärt habe, dass Syrien keine Gefahr für die umliegenden Länder darstelle. Das Büro von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu antwortete nicht auf einen Kommentarantrag.
Al-Shaibani sagte, dass Syrien den Dialog trotz Skepsis weiterverfolgen werde und betonte, dass Damaskus einen Zeichen der Versöhnung für die regionale Stabilität setze. Er bemerkte, dass sich Israels Zuwendung zur militärischen Macht als fehlgelaufen erwiesen habe, um seine Ziele zu erreichen, und äußerte vorsichtigen Optimismus, dass die Gespräche bald wiederbeginnen würden.
Der 14-jährige Konflikt hat Syrien stark auf die Wiederaufbauphase konzentriert. Da jedoch kein formaler Friedensprozess gegenwärtig besteht, befinden sich die beiden Länder in einer Zustand weder Krieg noch Frieden. Es wurde noch kein Datum für erneute Verhandlungen festgelegt, und beide Seiten sind bei grundlegenden Garantien für die Sicherheit noch immer weit auseinander.












