Der Schweizer Aktienmarkt ist mittwochnachmittag höher gestartet, der Leitindex SMI legte um 0,14% auf 14.538 Punkte zu, gestützt durch Gewinne aus der Vorwoche. Der breiter aufgestellte SMIM zeigte hingegen einen marginalen Rückgang um 0,1%, was die gemischte Lage in den einzelnen Sektoren widerspiegelt.
Schub für die europäischen Aktien erhielt Unterstützung aus den US-Märkten, wo die wichtigsten Indizes nach dem Dienstagsschluss leicht zulegten – getrieben von fallenden Ölpreisen und niedrigeren Anleiherenditen. In der Schweiz meldeten mehrere Mid-Cap-Unternehmen ihre Halbjahresergebnisse, während die Anleger auf Quartalszahlen von Nvidia warteten, bei denen die Erwartungen aussergewöhnlich hoch sind. Whisper Estimates deuten darauf hin, dass der Umsatz sich mehr als verdoppeln könnte, was das Enttäuschungsrisiko auch bei soliden Ergebnissen in die Höhe treibt.
Bei den Blue-Chips gab Amrize nach dem Allzeittief vom Dienstag um 1,9% nach, versuchte aber eine Erholung, während UBS um 0,9% zulegte. Druck blieb auf Kühne+Nagel (-1,1%), Lonza (-0,8%) und Alcon (-0,5%). Im SMIM kletterte SoftwareOne um 8,6% nach überdurchschnittlichen Umsatz- und Profitabilitätszahlen, Stadler Rail legte um 4,9% zu, getrieben von stärkeren als erwarteten Absatzzahlen, Auftragseingängen und EBIT, wobei das Ergebnis die Schätzungen verfehlte.
DocMorris-Aktien rutschten um 3,9% nach einem Downgrade durch Jefferies von Buy auf Hold, obwohl das Kursziel nach oben korrigiert wurde, während Redcare eine Buy-Bewertung mit einem höheren Ziel erhielt. UBS hob die Bewertung für Kardex auf Neutral mit einem Kursziel von 350 CHF, gegenüber zuvor 346 CHF, während Oddo BHF Tecan von Outperform auf Neutral herabstufte mit einem Ziel von 192 CHF.
Der Schweizer Franken notierte gegenüber dem Euro seitwärts bei 0,9370 und schwächte sich gegenüber dem Dollar leicht auf 0,8033 ab, nachdem er am Vorabend bei 0,8020 notiert hatte. Der Euro hielt sich stabil bei 1,1664 zum Dollar. Im weiteren Verlauf rückte der US-PCE-Preisindex für Juli, die bevorzugte Inflationskennzahl der Fed, in den Fokus, vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit bezüglich der US-Zinspolitik. Ein Zinsanstieg im September wird aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 40% eingepreist.
EZB-Präsidentin Schnabel sagte in einem Bloomberg-Interview, die Zinsen müssten wegen der Inflation weiter ansteigen, wobei der Euro zunächst kaum reagierte. Die Ölpreise setzten ihre Verluste fort: Brent fiel um 2,5% auf 86,35 Dollar pro Barrel, WTI legte um 2,4% auf 80,39 Dollar zu, da der Iran neue Gespräche über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus anbahnte und damit Versorgungsängste dämpfte. Die asiatischen Aktienmärkte zeigten ein gemischtes Bild, der Nikkei stieg um 0,6%, Shanghai um 0,9%, während der Dollar gegenüber dem Yen und dem Yuan an Boden verlor.
Die Goldpreise gaben um 0,3% auf 4.642,74 Dollar pro Unze nach, nachdem sie am Dienstag ein Dreimonatshoch erreicht hatten, da die Anleger auf die US-Inflationsdaten als Hinweis auf die künftige Fed-Politik warteten. US-Gold-Futures stiegen um 0,1% auf 4.700,70 Dollar.
Die europäischen Futures deuteten auf eine leicht höhere Eröffnung hin, der Stoxx 600 lag bei 0,12% im Plus, während der Dax mit einem Rückgang um 0,1% erwartet wurde. In der Schweiz zeigte der SMI bei Julius Bär eine Anzeige von 0,2% höher bei 14.555 Punkten, wobei Amrize, Kühne+Nagel und Logitech zu den Gewinnern gehörten. Die Verluste wurden von Cosmo (-2,2%) und DocMorris (-3,9%) angeführt.













