Die Schweizer Aktien gingen am Anfang der Woche zurück, der SMI fiel bis Mitte des Handelsumsatzes um 0,25% auf 14 423 Punkte, da die Verluste bei den Schwergewichten Roche und Novartis stärker auswiesen als die Gewinne bei Richemont und den defensiven Sektoren.
Die Futures-Kurse für die wichtigsten Benchmarks in den USA prognostizierten für einen leichten Handelsstart, mit Futures für den Dow Jones um 0,19 %, Futures für den S&P 500 um 0,32 % und Futures für den Nasdaq um 0,80 %. Der breiterer SPI sank um 0,2 % auf 20 276 Punkte. Die Stimmung an der Schweizer Börse blieb auch im Vorfeld wichtiger Ereignisse in dieser Woche fragile, unter anderem der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Nvidia nach US-Börsenschluss am Mittwoch und der jährlichen Konferenz der Zentralbanken in Jackson Hole.
Die Analysten verwiesen auf Vorsicht, da die Investoren auf Klarheit über die US-Sanktionen gegen den Iran warteten, die US-Finanzminister Scott Bessent nach Schließung der europäischen Märkte am Montag vorstellen dürfte. Das Augenmerk richtet sich darauf, ob sekundäre Sanktionen – insbesondere auf Länder, die wirtschaftliche Verbindungen zu Iran unterhalten – die Handelskonflikte verschärfen könnten, vor allem mit China. Die Ölpreise blieben trotz eines bescheidenen Rückgangs nahe 93 USD pro Barrel, wobei Brent-Rohöl bei 93,22 USD und WTI bei 85,53 USD notierten, was jeweils ein Minus von 1,1% und 1,9% gegenüber dem Freitag-Niveau darstellt.
Innerhalb des SMI führten Richemont die Kursgewinne mit einem Plus von 0,8% an, nachdem die Aktie nach einem jüngsten Kursrückgang eine zweitägige Erholung durchlebte. Nestlé gewann 0,5%, während die an Baumaßnahmen gebundenen Aktien Geberit und Sika je ein Plus von 0,6% und 0,3% erreichen konnten, nachdem Analysten ihre Einschätzung erhöht hatten. Citigroup hob das Kursziel für Geberit an und beibehielt die neutralen Einschätzung, und UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung für Sika.
Die Hauptverlierer waren Roche, der um 1,1% gefallen ist, und Novartis, der um 0,9% zurückging. Beide belasteten den gesamten Index, obwohl sie in der Vorwoche besser als der Markt abschneiden konnten. Der Logistik-Konzern Kühne+Nagel verlor 1,5%, nachdem bekannt geworden war, dass der Mehrheitseigner Klaus-Michael Kühne verstorben ist. Auch Biopharma-Unternehmen wie Santhera, Idorsia, Basilea, Kuros und Newron litten zwischen 1,4% und 2,6% Abwertungen.
Vetropack stieg nach einem positiven Analystenkommentar von Berenberg um 5,8 Prozent, nachdem das Unternehmen am Freitag starke Halbjahresergebnisse veröffentlichte. DocMorris verbesserte sich um 2,9 Prozent, nachdem die Deutsche Bank ihr Kursziel erhöht und die Kaufempfehlung beibehalten hat. Der Schweizer Markt zeigte eine breite Schwäche, wobei 18 von 20 SMI-Komponenten im Vorbörsengeschäft bei Julius Bär niedriger notierten.
Die Analysten von Swissquote stellten fest, dass Vorsicht voraussichtlich auch vor dem Quartalsergebnis von Nvidia und vor dem Treffen in Jackson Hole bestehen wird, wo der Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Warsh, am Freitag sprechen soll. Die Marktteilnehmer beobachten auch die Entwicklung der Ölpreise im Hinblick auf die anhaltenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten.













