Der Handel mit hochleverage Bankbreitenlektfonds, die die tägliche Performance von Samsung Electronics und SK Hynix verdoppeln, ist zusammengebrochen. Der Marktwert beträgt nun nur ca. 4 % seines Höchststands Ende Juni. Zur Hochphase lag die Aktieativität an diesen ETFs und den zugrunde liegenden Aktien bei über 80 % des Gesamtumsatzes auf dem koreanischen Markt.
Die Produkte meldeten im August einen Nettoabfluss von rund 1 Milliarden USD und stehen damit auf dem Weg zu ihrem ersten monatlichen Nettoabzug. Die verwalteten Assets reduzierten sich bis zum 27. August auf etwa 5 Milliarden USD, nach einem Höchstwert von 11,4 Milliarden USD Ende Juni.
Die südkoreanischen Regulierungsbehörden haben am 19. August ein verpflichtendes fünftägiges Simulationshandelsprogramm eingeführt. Investoren müssen eine nur für Windows verfügbare Anwendung installieren und mindestens eine Stunde pro Tag mit virtuellen Geldern handeln, bevor sie auf die gehebelte ETF zugreifen können. Diese Massnahmen folgen auf vorherigen Massnahmen, wie die Erhöhung der Mindesteinlage, die den spekulativen Kauf reduzieren sollten. Die ETF wurden im Mai erstmals auf den Markt gebracht.
Der breitere Markt ist ebenfalls abgekühlt. Der Volatilitätsindex KOSPI sank auf ein Viermonats-Tief nahe 50, gegenüber 97 im späten Juni. Der Referenzindex ist im Vergleich zum Jahresbeginn um 61 % gestiegen, bleibt jedoch etwa 25 % unter seinem Rekordwert aus zwei Monaten zuvor. Die weltweiten Verkäufe im Technologiebereich und anhaltende Zweifel bezüglich der Ausgaben für künstliche Intelligenz haben die Nachfrage nach den auf Chips ausgerichteten Produkten weiter gedämpft.
Rebecca Sin, Analystin von Bloomberg Intelligence, warnte, dass die Kapitalabflüsse dauern könnten, da die Regulierungsbehörden die Einschränkungen verschärfen.













