Moody's hat die langfristigen Foreign-Currency- und Local-Currency-Emittentenratings Senegals sowie die Foreign-Currency-Emittentenrating mit vorrangigem Rang von Caa1 auf Caa2 gesenkt. Die Agentur hat eine negative Ausblick beibehalten und die kurzfristige Ratingstufe auf Not Prime bestätigt.
Die Herabstufung ging mit einer Senkung der Ländergrenzwerte einher: Der Grenzwert in Lokalwährung sank auf B1 von Ba3, und der Grenzwert in Fremdwährung fiel auf B2 von B1.
Moody's betonte, dass die Finanzierungsbedürfnisse etwa 25% des recapitalisierten BIP Senegals im Jahr 2026 betragen. Die Staatsverschuldung wird bis 2028 mit einer Stabilisierung bei etwa 100% des BIP prognostiziert, weil die Wachstumsrateindex niedriger ist, die Kosten für Subventionen steigen und die Zinsaufwendungen weiter zu- nehmen. Seit Jahresbeginn belief sich die regionale Darlehenvergabe an den Markt auf etwa 8% des BIP.
Die Zinssenkungen beliefen sich auf 23,7% des Umsatzes, gegenüber 16,1% im Jahr 2023. Dadurch erweiterte sich das Haushaltsgap. Die Agentur schätzte für die Gläubiger des privaten Sektors einen Schaden bei 10% bis 20% im Falle eines Ausfalls bei allen Szenarien zur Sanierung der Schulden, die auf die Abmilderung des Liquiditätsdrucks abzielten.
Moody's verzeichnet mehrere Faktoren: einen zugenommenen Bedarf an Refinanzierungen, eine Verschlechterung der Schuldentragfähigkeit und das Fehlen eines IWF-Programms, das zu Abhängigkeit von regionalen Marktfonds und einem erhöhten Rollover-Risiko geführt hat. Zwar ist das Haushaltsdefizit 2025 aufgrund der Kürzungen bei den Kapitalausgaben deutlich gesunken, aber im Laufe des Jahres 2026 wird mit einem Rückgang dieses Trends gerechnet, da das Wachstum schwächer wird und die Auszahlungen von Subventionen steigen. Als Faktor, der fiskalische Massnahmen verhängen könnte, werden auch institutionelle Spannungen nach der Platzierung des ehemaligen Premierministers Ousmane Sonko als Präsident der Nationalversammlung genannt.
Die Herabstufung entspricht den allgemeinen Bedenken hinsichtlich Senegals Fähigkeit, seine Schulden ohne externe Unterstützung zurückzuzahlen, wobei die Weltbank eine Resthilfe gewährt, aber kein neues IWF-Programm eingerichtet ist.












