Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Haltung bekräftigt, dass die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit hochwertigem, in der Schweiz gehaltenem Eigenkapital unterstützen sollte. Sie wies damit einen im Parlament diskutierten parlamentarischen Kompromiss zurück.
Der Vizepräsident Antoine Martin sagte, dass der strenger ausgearbeitete Vorschlag der Regierung – nach dem systemrelevante Banken wie UBS die Kapitalvorschriften mit Common Equity Tier 1 (CET1) und nicht über hybride Instrumente erfüllen müssen – weiterhin der optimale Ansatz ist. Am Mittwoch in Basel sagte Martin, dass solche Massnahmen die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Finanzbranche verstärkt würden. „Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Maßnahmen, insbesondere die vollständige Deckung ausländischer Tochterunternehmen mit CET1-Kapital, würden den Schweizer Finanzmarkt robuster machen“, sagte er.
Die Intervention der SNB zeigt, dass sie gegen einen geplanten Gesetzesvorschlag in Bern ist, der es der UBS erleichtern würde, bis zu die Hälfte der benötigten Kapitalanforderungen mit Mitteln der niedrigwertigen zusätzlichen Erstrangkapital (AT-1)-Anleihen zu decken. AT-1-Instrumente vermeiden zwar einen teuren Kreditaufnahme, sind jedoch in einem Krisenszenario weniger sicher.
Die parlamentarische Kommission, die den Vorschlag überprüft, soll am Montag, 31. August, ihre Empfehlung abgeben. Die UBS bezeichnet den Plan als "extrem" und warnt, er könne die Wettbewerbsfähigkeit der Bank untergraben.
Martin erwiderte, dass höhere Kapitalvorschriften nicht unbedingt die Rentabilität beeinträchtigen, und nannte Beispiele von US-Banken mit hohem Kapitalstand, die trotzdem profitable Unternehmen sind. Er fügte hinzu, dass die SNB auch den Plan der Regierung zur Einführung einer öffentlichen Liquiditätsgarantie unterstützt und Mindeststandards für Sicherheiten festgelegt hat, die für die Finanzierung durch die Zentralbank in Frage kommen.
Der Druck der SNB spiegelt breitere Sorgen über das systemische Risiko im Schweizer Bankensektor aufgrund des Übernahmevorhabens von UBS für Credit Suisse im Jahr 2023 wider.













