Die Aktien der Sixt SE stiegen am Mittwoch um 5%, nachdem der deutsche Mietwagenanbieter im zweiten Quartal bessere als erwartete Ergebnisse vorlegte.
Das in München ansässige Unternehmen, das unter der Marke Sixt operiert, erzielte im Zeitraum bis zum 30. Juni einen Nettogewinn von 128 Millionen Euro (144 Millionen Dollar), was einem Anstieg gegenüber 112 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz stieg um 12% auf 1,3 Milliarden Euro, getrieben von starker Nachfrage sowohl im Inland als auch auf internationalen Märkten.
Laut einer Refinitiv-Konsensschätzung hatten Analysten einen Nettogewinn von 115 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,25 Milliarden Euro erwartet. Die besseren als prognostizierten Zahlen wurden auf höhere Mietpreise und eine verbesserte Auslastung der Fahrzeugflotte – insbesondere in Europa und Nordamerika – zurückgeführt.
Sixt-Chef Erich Sixt betonte, dass die Ergebnisse „solide operative Umsetzung“ in einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld widerspiegelten. Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose und bekräftigte die Erwartung eines Nettogewinns zwischen 450 und 500 Millionen Euro, gestützt durch anhaltende Reisedynamik und strategische Flotteninvestitionen.
Der Kursanstieg der Sixt-Aktie stand im Kontrast zur allgemeinen Schwäche europäischer Aktien, da Anleger weiterhin Inflationssorgen und mögliche Konjunkturabschwächungen im Blick behielten. Die Sixt-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 18% zugelegt und damit den Stoxx Europe 600 deutlich outperformed.
Die Unternehmenszahlen unterstreichen die Widerstandsfähigkeit des Reise- und Mobilitätssektors, in dem die Nachfrage nach Mietfahrzeugen trotz höherer Finanzierungskosten und geopolitischer Unsicherheiten robust bleibt.



