Nach einem Urteil der Bundeskartellbehörde wird Apple seine Datenkonsens-Regeln für App-Entwickler anpassen. Die Behörde sah in den derzeitigen Richtlinien von Apple eine potenzielle Wettbewerbsbeschränkung, da diese es Entwicklern verwehren, Nutzerdaten ohne ausdrückliche Zustimmung zu nutzen, was ihre Fähigkeit zur Zielgruppenadressierung und zur Personalisierung von Diensten einschränkt. Die Entscheidung basiert auf einer umfassenderen Untersuchung, ob Apples Datenpolitik Wettbewerber ungleich behandelt.
Ein Sprecher von Apple bestätigte, dass die Firma sich an das Urteil halten werde und betonte gleichzeitig ihre Hingabe an die Nutzerdatenschutz. Die Änderungen sollen innerhalb der nächsten Monate in Kraft treten, jedoch bleiben Details über die Umsetzung ungenannt.
Das Urteil der Bundeskartellbehörde folgt ähnlicher Kritik in anderen Rechtsgebieten, darunter der Europäischen Union, wo Regulatoren zunehmend auf die Datenpraktiken der Tech-Giganten fokussieren. Die Entscheidung beinhaltet keine Geldstrafen, sondern verlangt von Apple, seine Richtlinien anzupassen, um die Einhaltung des deutschen Wettbewerbsrechts sicherzustellen.
Analysten gehen davon aus, dass der Schritt Apple zu umfassenderen Änderungen weltweit drängen könnte, insbesondere in Regionen mit strengen Datenschutzvorschriften.



