Marc Benioff, Chief Executive Officer von Salesforce, stellte während einer Keynote auf der Veranstaltung "AI Unleashed 2026" des Six Five Summit am 25. August ein dreistufiges Framework für die Einführung künstlicher Intelligenz in Unternehmen vor und plant, innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate von promptbasierten Modellen auf agentische Systeme und dynamische Schnittstellen umzustellen.
Benioff beschrieb die erste Phase, AI 1.0, als die Ära der öffentlichen datengestützten Eingabe, dargestellt durch Tools wie ChatGPT, die er als einen Zeitraum von etwa drei bis vier Jahren vor dem Gipfeltreffen von 2026 charakterisierte. Die zweite Phase, AI 2.0, umfasst autonome Agenten, die in der Lage sind, Aufgaben zu erfüllen, darunter die Agentforce-Plattform von Salesforce, der Kundenservice-Agent Casey, Slackbot und der Supply Chain Agent Marshall. In der dritten Phase, AI 3.0, werden dynamische Schnittstellen vorgestellt, die deterministische Unternehmenssoftware mit probabilistischen KI-Modellen integrieren. Benioff erklärte, dass das Unternehmen das Ziel hat, eine solche Schnittstelle innerhalb von 12 Monaten bereitzustellen.
Das Unternehmen erwirtschaftete im letzten Kalenderjahr fast 43 Milliarden US-Dollar Umsatz und eine Marktkapitalisierung von 169 Milliarden US-Dollar. Die Brutto-Margen beliefen sich auf 77,6%, der Umsatz stieg um 11%, das PEG-Ratio lag bei 0,61 und der freie Cashflow-Ertrag bei 9%. Die Aktie von Salesforce schloss am 25. August bei 209,17 US-Dollar und stieg um 1,82%.
Benioff betonte den Unterschied zwischen dem IAI-Hype in Unternehmen und der Realität und erwähnte, dass viele Kunden trotz breiter Diskussionen noch in den frühen Stadien der Transformation verbleiben. Er verweise auf persönliche Treffen mit über 200 Kunden innerhalb von acht Wochen in Europa und betonte Sorgen bei der Integration von KI in bestehende Unternehmenssysteme wie Salesforce, Microsoft, SAP und eigens entwickelten Datenlaken. Das Unternehmen hat Tausende von neuen Absolventen eingestellt, um die Entwicklung von beaufsichtigten KI-Systemen zu unterstützen und kontrollierte, gesicherte Entwicklungsmilieus für den Einsatz in Unternehmen bereitstellen zu wollen.
Der Geschäftsführer nannte auch das Dell-Regrello-System als Beispiel für agentische KI in operativen Arbeitsabläufen, das täglich mit 20.000 Lieferanten interagiert, um Statusinformationen zu aktualisieren und Compliance-Kontrollen durchzuführen. Benioff warnte dagegen, sich allein auf die Erklärungen der Anbieter zu verlassen und forderte die Kunden auf, die Systeme unabhängig zu evaluieren und nicht blind auf die Werbeversprechen des Marktes zu vertrauen.












