Die Aktien von Rieter fielen am Donnerstag um 15,8% auf 2,50 Schweizer Franken, 90 Minuten nach dem Handelsbeginn, nachdem UBS die Bewertung des Textilmaschinenherstellers von "Neutral" auf "Sell" senkte und sein Kursziel von 3,10 Franken auf 2,00 Franken reduzierte.
Die Herabstufung folgt auf die Halbjahresergebnisse des Unternehmens und eine anhaltende Schwäche auf den globalen Textilmärkten. Eine UBS-Analystin schrieb, dass die Nachfrage wahrscheinlich langsamer und weniger stark als erwartet wieder aufholen wird und prognostiziert, dass sich bis zum Jahr 2027 keine wesentliche Verbesserung der Auftragseintragungsrate einstellt. Die Analysten begründeten den vorsichtigen Ausblick mit zu hohen Markt-Erwartungen hinsichtlich des Preisdrucks und nur moderaten Volumenwachstums. UBS stellte fest, dass die derzeitige Bewertung von Rieter angesichts der schwachen Fundamentaldaten immer noch anspruchsvoll ist.
Die Aktien von Rieter mussten in den vergangenen zwölf Monaten einen starken Rückgang hinnehmen. Mitte September 2025 notierten die Aktien zu 7,88 Franken, bevor sie aufgrund einer Kapitalerhöhung binnen eines Monats auf 3,27 Franken fielen. Seitdem hat sich das Papier nicht mehr erholt und liegt bei niedrigen Werten.
Auf Betriebsebene stieg der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 gegenüber dem Vorjahr um etwa 12% auf 574 Millionen Schweizer Franken, angetrieben durch den Erwerb von Barmag im September 2025. Allerdings hatten Analysten einen stärkeren Umsatzwachstum und höhere Neuaufträge erwartet. Darüber hinaus berichtete das Unternehmen über ein operationelles Verlust für den Halbjahr, was die Herausforderungen für das Unternehmen unterstreicht.
Der Textilmaschinensektor kämpft weiterhin mit einer schwachen weltweiten Nachfrage, erhöhten Kosten für Vorleistungen und Unsicherheiten aufgrund der Investitionskrisen bei den nachgeordneten Herstellern. Rieter, mit Hauptsitz in Winterthur in der Schweiz, gehört weiterhin zu den grössten Herstellern von Spinn- und Webauflagen aus der Welt, doch die Investoren warten auf klarere Zeichen für einen nachhaltigen Aufschwung.













